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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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den Vorzug, und sind äufserst zweckmäfsig, weil sie jede Verschiebung zwey aufein-ander liegender Bauhölzer unmöglich machen. Sie müssen von hartem und trocknemHolze, d. i. von Eichen keilförmig gemacht seyn. Man kann sie auch § Stunde langin zum sieden gebrachtes Oel legen. Sie können 12 bis 13 zoll lang und 5 bis 7 zollhoch seyn. Die Fasern ihres Kopfes oder ihrer äufsern Theile» d. i. ihrer längstenFlächen, müssen mit den Fasern derjenigen Hölzer, worin sie eingetrieben, parallellaufen.

$. 151. Die stutzklötze 2.2. (Fig. 7. und g. Tab. 105.), an Welchen man dieWindruthen eintreibt, können in der Regel von Eichenholz genommen werden. Ichhabe sie bey dieser neuen eonstruction zuerst angeordnet. Ferner machen sie dieVerzapfungen der Windruthen in die Schwellen, welche immer, wie alle Verzapfun-gen, die Spannung vermindern, entbehrlich, und lassen eine sehr feste Antreibungoder Spannung der Windruthen und streben zu, welche wesentlich zur Stabilität desBrückenkörpers beyträgt.

§. 152. Eine andere Maalsregel tritt bey dem Anstofsen der Curven an dieStützsäulen der Joche ein. Man kerbe diese Säule für jede Curve 3 bis 5" derge-stalt ein , dafs die obere Curve nicht aufspringen kann. Werden steinerne Pfeileraufgeführt, so errichte man in ihrer Mitte eine Stiitzsäule, und lasse die Curven derzwey Bögen in die darin gemachten Einkerbungen eintreten, wie dies bey der siühl-dorfer Brücke (Fig. 3. Tab. 124.) geschehen ist, oder man lasse die Curven an eichene3 Zoll dicke Planken anstofsen, wie es bey der Bogenhauser Brücke t bey München»geschah.

§. 153. Bey sehr grofsen Oeffnungen von 200 bis ÖOO Fufs mufs man denin die Widerlager liegenden Theil der Kippen, der, je nach der Weite des Bogens12 bis 18 Schuh betragen kann, zum Theil oder ganz einmauern, oder bis über denSchlufsbalken hinauf. Hierdurch wird die Stabilität und Spannkraft der Brücke aus-serordentlich vermehrt werden. Damit aber das Holz der Faulnifs, welches dasselbein Mauern ausgesetzt ist, entzogen werde, mufs es vorher mit siedendem Oel bestri- «eben, dann aber, wo es geschehen kann, mit einer eine Linie dicken Bleyplatte um-legt werden. Die Oberfläche dieses Gemäuers erhalte, zum Ablauf des Wassers, einegeneigte Lage, wie bey den Brücken von Bamberg Tab. 120. und Mühldorf Tab. 124.geschehen ist.

§. 154 - Die Tange Dauer der nogen-nrlicken entsteht dadurch, d) dafs, nach denMaximen ihrer eonstruction, die BÖgen alle Hochgewässer,, die Eisgänge,. Baumstämmeund das Treibholz ungehindert durebiassen, die Fundation solide gemacht, die jocheund Pfeiler hinreichend stark angelegt werden, U) dafs man zu ihren Haupt-Bestandthei-len, wo möglich, Eichen-, Kiefern - oder Lerchenholz nimmt, welches vollkommen gesundist; c) dasselbe austrocknen läfst, bis es betheert oder angestrichen wird, damit derSaft nicht darin ersticke; d) dafs man jede kleine Beschädigung sorgfältig ausbessert,