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und anstatt der joche, steinerne Pfeiler wählt. Wer diese Vorschriften beobachtet, "wirdvon dem hölzernen Theil seines Werkes sich wenigstens eine zweihundert fünfzig-jährige Dauer versprechen.
$. 155, Auch für gute und sichere Flufsrüstungen mufs bey Ausführung die-ser Brücken gesorgt werden. Wie diese anzulegen sind, zeigen eines Theils die Be-schreibungen der von mir erbauten Bogenbrücken, und andern Theils die mechani-schen vortheile, von denen ich bald handeln werde. Zuweilen kann man dazu diealten Pfahl - und Jochbrücken, wie bey der Augsburger Brücke geschehen ist, gebrau-chen. Bey sehr weiten BÖgen mufs man Stuhlgerüste auf die eingerammten jocheerrichten , weil diese nicht hinreichend hoch seyn können.
Ein bedeutendes Ersparnifs beym aau kann dadurch erzielt werden, wennman die Anlage von Baugerüsten oder werksätzen vermindert und die Brücke gleichauf eine Flufsrüstung abbindet. Wo dies also nur immer geschehen kann , mufs esnicht verabsäumt werden, zumal da so die einzelnen Theile des Werkes weit genauer ineinander verbunden werden können, als wenn man zuerst die Bogen %uf dem Landeabbindet,, dann diese wieder auseinander nehmen mufs , um sie auf die Flufsrüstung
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zu errichten.
Von den mechanischen Tortheilen , die bey der Ausführung der hölzernen sogen-Brücken, in der Ausführung begründet sind „
§. 15Ö. Zu den wichtigsten Gegenständen der Ausführung dieser Brückengehört, das Biegen der sogenhölzer. Es wird auf dem Werksatze oder auf der Flufs-rüstung, nach viererley Methoden, bewerkstelliget. a) Durch Hebel und Ketten ;b ) mittelst zug- oder Fufswinden, wie es in Fig. 2. rab. lil. dargestellt ist. c) Mitbeyden, d. i. mit Hebel und Winden zugleich (rab. 105. Fig. 10.), oder endlich d)mittelst einer horizontalen auf den Boden befestigten Welle, worin Hebel gestecktwerden, und um welche ein von dem freyen Ende des zu biegenden Balkens ahge-hendes Seil mit dem Hebel herumgedreht wird, und so das Seil das eine Ende des zukrümmenden Balkens abwärts zieht; und ihn daher über sein Unterlager krümmt. Jekürzer das seil ist, desto tiefer mufs das Ende des Balkens sich senken,, d. i. destostärker wird der Balken gekrümmt. Ich will eine Krümmungsmethode hier etwasumständlich zeigen.
Wenn die Lage aller verbindungsschwellen, welche mit BÖthel bezeichnet,so wie auch die Rüstung vollendet ist, so zieht man die ersten Balken entwedervermittelst des Hebebaumes oder mit einer andern, bey dem Werksatz stehendenHebmaschine j oder auch vermittelst einer auf die Rüstung selbst befestigten Erdwin-de, über eine an der Seite angebrachte Transportrüstung, auf die Flufsrüstung undzwar über untergelegte Walzen hinauf. Ist der Balken auf die Rüstung Fig. 11. 12.13. und 14. Tab. 120. gelegt, so drehen ihn die Zimmerleute, im Schwerpuncte, über