Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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fibern leiclit springen, müssen die zu krümmenden Holzer, mit viel Wasser begos-sen werden. Ja, ick habe sehr deutlich bemerkt, dafs die Biegung der Curven, beyfeuchter Witterung, mit weit weniger Kraftaufwand bewerkstelliget wurde, als beyheifser, und dafs die Fibern nicht so leicht zerreissen. K) Zu starken Krümmungen,bey denen die Ordinate der Länge des Holzes beträgt, mufs junges, ganz gesun-des und grünes Holz gewählt werden, und dann mufs man mehrere Curven zugleichkrümmen, i) Sollten die Fibern eines Balkens früher zerreissen wollen, bevor er nochdie bestimmte Krümmung erhalten hat, so mufs man ihn stark benetzen, ihn nur gegensein Ende, in Absätzen zu krümmen suchen, und Rundhölzer darunter legen, k) W irddie Krümmungsoperation durch die Unterlegung der Verbindungsschwellen, weicheindas untere Bogenholz etwas eingelassen werden, sehr erleichtert, weil die defswegendarin angebrachten Ausschnitte, die Stärke des untern Balkens, über die Krümmungs-Unterlager, vermindern, und weil diejenigen Fibern, welche bey dem Krümmen zumstärksten zusammengeprefst oder in einander geschoben werden, das sind die Fiberndes untern Theils des Balkens, bereits durch die in den Balken gemachten Einschnitte,getrennt sind. Z) Bey dem Krümmen der Holzer tritt nun ein für den Bau der Bo-genbrücken äusserst günstiger umstand ein : die Curven nehmen nämlich genau dieBogenlinie an, die die Unterlagpuncte verzeichnen; die Fibern in dem untern Theildes gekrümmten Holzes schieben oder pressen sich nach dieser Bogenlinie zusammenund die der Oberfläche des Holzes dehnen sich nach der gröfsern Bogenlinie aus.Daher wird die untere Fläche eines jeden Balkens, im Queerschnitte, kleiner, unddie Oberfläche gröfser, wie dies im 74. angeführt ist.

2) Damit die Bogen auf der Rüstung, ihre Krümmung behalten, werden diehölzernen zwingen h Fig. 10. Tab. 105., deren Gebrauch äufserst vortheilhaft ist, an-gewendet. Sie mögen aus solchem Holz, welches viele Aeste hat und nicht von derRinde entblöfst ist, bestehen. Eine solche zwinge kann aus zwey mit Hacken verse-henen Stöcken oder zuweilen aus einem zwey Hacken habenden stück gemacht wer-den. Zwischen den zwingen und den Curven treibt man Keile ein (s. Tab. 117. dieperspectivische Ansicht des Werksatzes) und schlägt dieselben, je mehr das Holztrocknet, nach.

3) Ein bequemes zur Stellung der grofsen jochpfähle dienendes Manövererleichtert den Bau der Bogenbrücken sehr; ich will daher das von mir in der Aus-übung zwecktnäfsig befundene beschreiben. Die öfters 55 Schuh langen Jochpfählekönnen mit den Ramm - Maschinen nicht aufgezogen werden, weil diese sonst zuhoch gemacht werden müfsten, folglich auf isolirten Flufsgeriisten, dem winde ausge-setzt seyn würden; es war daher eine Vorrichtung nothwendig, mittelst welcher dielangen aochpfähle leicht und sicher von den Flufsgeriisten herabgelassen werden, u)Nachdem der zimmerschragen oder Stuhl m Fig. 4. Tab. 112., mittelst einer Retteoder eines Seils, auf die Rüstung v befestigt ist, wird der mit dem Ffahlsehuh c