Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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und oben mit dem eisernen pfahlringe versehene pfähl k l dergestalt auf diesen Stuhlin gelegt, dafs der obere Theil länger und schwerer, als der untere ist. Jetzt wirdein Tau e um den Pfahl dergestalt geschlungen, dafs es nachgelassen werden kann.Damit dasselbe sich nicht an den Pfahl hinaufschiebt, werden darüber 2 eiserne Klam-mern , in den Pfahl eingeschlagen, Um diesem sein oberes Ende über zu wuchtenoder seitwärts zu ziehen, je nachdem es der Pfahlstand nothwendig macht, wird auchbey / ein durch eine Klammer gehendes, zwey Enden habendes Seil fh um den pfählgeworfen; dessen ueberwuchtung wird aber von Arbeitern bewirkt, die mit Richtha-cken n versehen sind. Zur Niederlassung dieses pfahles in den für ihn bestimmtenStand, wird längs dem Joche c ein Gerüst eingerammt, in dessen Gurtungen q und hfür jeden jochpfahl (der Zeichnung oder des Modells gemäfs) Vertiefungen i einge-schnitten sind, welche Gurtungen die pfahllehren bilden, b ) So wie nun der Pfahl aufdem Stuhl m balancirt, wird derselbe, mittelst den Richthacken n, vorne übergescho-ben , mit den zwey Säulen h h gelüftet, oder, wenn es nöthig ist, seitwärts bewegt.Die die Enden des Taues e e haltenden Arbeiter lassen dieselben über den Rücken desStuhls m rutschen, je nachdem der Pfahl, vermöge seiner schwere, sich senkt. So-bald derselbe so weit abwärts gleitet, dafs er beynahe die Pfahllehre erreicht, wirdderselbe von einem bey q stehenden Arbeiter, der Pfahllehre i zugezogen. Ist, nun derPfahl der Wasserfläche nahe gekommen, so bemüht sich ein anderer bey c stehenderArbeiter denselben in ein geschürztes Seil zu fangen, und an die Lehre i selbst festanzuziehen. Endlich wird der pfähl, vermittelst den Richthacken n n noch mehr überge-wuchtet , und über den Stuhl zu , mittelst des Seiles e abwärts gelassen. Auf dieseWeise ist stets ein 40 his 50 Fufs langer Jochpfahl, während 18 bis 20 Min., von15 bis l6 Mann, gestellt worden. Hätte man mit Hülfe der an einer Ramm - Maschineangebrachten Trietzrolle dies bewirken wollen, so würde es weit kostbarer und be-schwerlicher gewesen seyn, weil die Ramm - Maschinen öfters verrückt, erst höher,dann niedriger gestellt werden müssen; auch hätte man höhere, also schwerere ha-ben müssen, c) Die nach einer schiefen Richtung am obern und untern Ende derJoche von Bogenbrücken einzurammenden zwey pfähle, welche zuweilen vor derKronschwelle hinaufgehen, wurden auf der Baustelle dergestalt schräg, an ihren obernTheil behauen, dafs sie sich genau, nach der Zeichnung oder dem Modell, an dennächsten Pfahl lehnen.

- 4) Das Abstecken des Merksatzes und die Brückenrüstungen, so wie die Art der Aus-

führung der Bogenbrücken ist für die ßriickenhaukunde sehr wichtig. Ich will defswe-gen einige vortheile mittheilen. a) Zur Erleichterung des Transports der Bauhölzer undihrer Biegung ist das Land-Gerüst, d. i. der Werksatz, wo möglich, auf eine Ebene undin der Nähe der Baustelle zu errichten, oder der dazu gewählte Platz ist zu ebenen.In der Ausübung wird es jedoch Fälle geben, wobey eine Ersparung eintritt, wennderselbe in der Nähe der Waldung und an einem flofsbaren Flusse errichtet wird.

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