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und transportirt die unten liegenden zuerst zur Flufsrüstung, wovon die Tlnierlag-puncte, wie es bereits gelehrt ist, genau, in Beziehung auf den Werksatz, bezeich-net seyn müssen.
10) Die Errichtung des unter die Widerlager kommenden Schwellrostes erfor-dert gleichfalls viel Aufmerksamkeit, und ich will daher einige mechanische vortheiledabey anführen. Derselbe mufs nämlich unter der Oberfläche des Flusses versenktwerden, um ihn der Luft und sonne zu entziehen. Da aber die Flüsse selten, beyder Bauzeit zuweilen gar nicht, ihred niedrigsten Stand erreichen: so mufs man ihnöfters einige schuh tief unter Wasser tauchen, und auf die Rostpfähle befestigen.Dies zu bewerkstelligen, werden am Anfänge des Widerlagers, wenn es ganz mitWasser umgeben ist, sonst aber nur an der Wasserseite, Gerüstpfähle (auf 6 rufsAbstand), eingerammt, worin eine Gurtung eingelassen wird. Jetzt führt man dieRostschwellen des auf dem Werkplatze genau abgebundenen Rostes (schwimmend)auf diejenige stelle, wo sie zusammen gesetzt werden sollen, dessen Kreutze überdie genau horizontal unter Wasser abgesägten Grundpfähle, treffen müssen. Dannwerden, unter die tiefer liegenden Gurtungen des Gerüstes, Hebel gesteckt, womitder schwimmende Rost nnter Wasser getaucht wird. Sobald derselbe die pfahlköpfeberührt, nageln ihn die Zimmerleute mit eisernen Nägeln darauf fest 2. B. S. Ö3 5. DieZwischenräume oder die Rostfelder werden jetzt mit Kieseln oder steinen gefüllt, und mitungelöschtem Kalk beschüttet, der sich im Wasser löscht, und so zwischen die Kieselund steine eindringt. Auf den Rost werden dann die Planken genagelt, und aufdiesen führt man die Mauer auf. Vier schuh unter Wasser kann man auf dieseWeise den Rost gründen; selbst bey den gröfsten Widerlagern der Brücken habe ichdie Rostschwellen und Planken, in 3§ Stunden tauchen, versenken, aufnageln, undbinnen 18 Stunden die erste Lage von Bruchsteinen mit Cementmörtel aufmauern lassen.Der Leser, welcher von’ der Wichtigkeit der Fundationen überzeugt ist, wird es über-sehen , dafs ich diese Methode hier noch beschrieben habe, wiewohl ich sie bereitsan andern Stellen dieses Werkes erwähnte.
11) Sind die Bogen vollkommen gesetzt, so werden sie, wenn ihre Curvenin Stützsäulen eingehn, noch dadurch stärker gespannt: dafs man hinter diesen-2 bis 3 schuh lange eichene Keile eintreibt, und zwar immer zwey Keile gegenein-ander. Dies geschieht zuin befsten, wenn die zwey gegenüber horizontal (zwischender stiitzsaule und dem Joche) eingelegten Keile mit 48 bis 50 Pfund schweren Treib-schlägeln eintreibt. Ein solcher aus Eichenholz bestehender Schlägel oder Treibklotzwird an einem bis zur Oberfläche der Brücke reichenden stiel befestigt, und dieserruht mit seinem dadurch gehenden Nagel, auf zwey Rinnen, die man in zwey gegen-über liegende Ilölzer eingeschnitten hat, worüber der stiel noch 3 bis 4 Schuh hinaufreicht. Auf der Oberfläche des Treibklotzes stehn, für zwey Arbeiter, zwey bis vierHandhaben hervor. Soll nun die Antreibung angehen, so ergreifen die Arbeiter die
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