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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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schwellen und curven durchgezogene schraube, die Mutter, mittelst eines Schrauben-schlüssels, nicht umdrehen könnte.

7) Die schraubenlöcher werden fast immer, wenn die Bögen abgebunden sind,gebohrt. Zuerst mit einem kleinern Bohrer und dann mit einem einige Linien star-kem als die Schrauben. Durch diese Löcher wird mit einem in siedendes Oel ge-tauchten Wischer gefahren, damit sich die schrauben desto leichter dadurch schlagenlassen, und nicht rosten. Oeconomischer ist es jedoch, wenn man die Schlufsbalkenerst auf das Flufsgerüste und nicht im Werksatze legt, so wie die windruthen ein-1 reibt und die schraubenlöcher bohrt. Der Bohrer erhält solche Handhaben, die manlängs der Bohrstange auf - und niederschieben kann, und zwischen dieser und derStange werden kleine Keile eingetrieben, damit die Handhabe an der Bohrstange festanliegt. Je tiefer das Bohrloch geht, desto höher wird die Handhabe hinauf gescho-ben. Dieses Hülfsmittel macht eine sonst zum Bohren nothwendige Rüstung entbehr-lich. Zuweilen habe ich auch jede einzelne Curve bohren lassen, wozu ein kurzerBohrer hinreicht, welches aher ein besonderes genaues Verfahren erheischt.

8) Die Aufbringung der Bauhölzer auf solche werksätze und auf die Flufs-rüstungen ist in der Ausübung für dem, der die mechanischen Vortheile nicht kennt,sehr beschwerlich. Ja wir sehen in den Oeuvres de Perronet, dafs man in Frankreich bey der Errichtung der Lehrgerüste Fig. 5. Tab. 118. und 125. viele Richtbäume 6,Flaschenzüge a und Haltseile d angewendet hat. Die Stellung dieser Maschinerie istbesonders in solchen Gegenden, wo die winde heftig wehen und die Regen anhaltendsind, mit vielen Schwierigkeiten verknüpft. Bald sind die Haltseile gefault und zer-rissen, bald werden sie nafs, dann trocken, bald sind sie straf angezogen oder schlaf undnachgebend bald werden die Richtbäume von dem winde schief gedrückt. Es istdaher die auf Tab. 111. Fig. 1. und 2. dargestellte Vorrichtung besser. Sie bestehtaus einem in den Boden gesetzten mit Keilen umschlagenen Aufzieh - oder Richtbaum,dessen oberer Theil sich in einem eisernen Bande dreht, und woran ein Flaschenzugangebracht ist. Damit kann also nach beyden Seiten und über die Rüstung hinaus,das zu hebende Baustück aufgezogen und nieder gelassen werden. Das Manövre istin der Zeichnung deutlich dargestellt. Auf die Flufsriistungen werden aber die Bau-hölzer über Rollen Tab. 109- Fig. 7 . oder mit Blockwagen Fig. 10 . transportirt, weildie iiöhe der Ufer oder Widerlager eine ebene Bahn gestatten.

9) Die Auseinanierlegung des werhsatzes anbetrefiend, so npifs, ehe nochein Stück aus demselben genommen wird, jedes mit Numern oder Zeichen angemerktwerden, die man zum Befsten mit rother oelfarbe darauf angiebt oder mit Beileneinhauet; zum sichersten ist das erste, und es erleichtert die Zusammensetzung dereinzelnen Theile auf die Flufsrüstuiig sehr. Jeder Irrthum bey der Wahl der Bautheileauf diese Rüstung wird aber vermieden, wenn diese Zahlen auch auf dem Modellangegeben sind. Die im Werksatze oben liegenden stücke legt man an dessen Seite,