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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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den, oder ausgefüllt und auf der Oberfläche getäfelt oder mit Platten belegt und derweg darüber atifgefüllet seyn: oder die Kasten können aus einer rolge mit.Kreutz-bämlern verbundener Bogen bestehen , und in den Widerlagen zwischen den Bogenausgefüllet seyn oder nicht; oder sie können durch hohle Rohren mit Kreutzbänderngebildet seyn Nach diesen constructionen hat der Kaiser von Rufsland über

einen Canal in Petersburg , auf Anrathen des Grafen k omanzojf einige Brücken anle-gen lassen, die aber, ohngeachtet ihrer geringen Weite, eine bedeutende summe ko-sten. Der Ingenieur sieht indessen sogleich, dafs, nach der ersten Construction»(die nach ihr erbauten Brücken nennt man platten-Brüchen) die Verbindung der ein-zelnen Rippen unter sich, und mit dem obern Theile der Brücke* welche den Fahr-weg trägt, vieles geschmiedete Eisen und Schrauben erfordert, dafs die schmalennippen zwischen den Säulen, die seitwärts gehen, eingeschlossen, oder daran mitvielen Schrauben befestiget werden müssen, dafs die Eisenmasse bedeutend, und disKosten sich weit höher belaufen, als bey meiner Construction, die ich beschreibenwerde, selbst noch bedeutender seyn müssen, als bey den Brücken von Sunderlandund stains; dafs aber die Anwendung des Eisenbleches eine kostbare Verbindungnothwendig macht, um dem Bogen die gehörige Steifigkeit zu geben. Endlich siehtder Ingenieur, dafs diese Construction, nach welcher schmale Stücke auf die hoheKante gestellt werden sollen, lediglich von den Bohlendächern, die de Vorme allge-meiner machte, und die zu Kuppeln und grofsen Gebäuden nicht genug empfohlenwerden können, aber leider noch vielen Architekten unbekannt sind, entlehnt ist.Die zweyte Construction mit den aus Gufseisen bestehenden Kästen findet in derAusführung viele Schwierigkeiten : denn diese Kästen lassen sich sehr schwer giefsen,und bey vielen verunglückt der Guts; daher haben die Gufsmeister in Rufsland sichzum Gufe mehrerer Brücken nicht gerne verstehen wollen, wie mir der russische^General-Inspector der Land - und Wasser - Communicationen, Herr von c arbonnier, versicherthat. Auch ist leicht begreiflich, dafs solche Brücken ein schwerfälliges Ansehen ha-ben , und dafs bey grofsen Bogenöffnungen eine enorme Masse von Bisen dazu gehört,um nur die Schenkel des Bogens auszufüllen.

163. Wiewohl in England die ersten eisernen Brücken ausgeführt sind,so scheinen doch die Franzosen früher den Vorschlag bekannt gemacht zu haben,mit Eisen grofse Brücken zu construiren. Nach montpetit prospecius d’un pont defer d’une seule Arche 1783 soll nesaguilliers schon früher als aarrin , im Jahre 1719,die Idee gehabt haben, eiserne Brücken zu erbauen. Der letztere stand im Begriff,eine solche Brücke zu Lyon auszuführen, während eine andere zu st. vincent überdie saöne vorgeschlagen ward. Im Jahre 1755 beschäftigte sich montpetit und Goif-fon mit dem Entwürfe zu einer über die Rhone zu erbauenden eisernen Brücke.Ich komme daher zu den französischen eisernen Brücken»

*) MontUly Magazin for Marcli 1797. pag. 221.

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