Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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pen oder den einzelnen BÖgen, als mit der obern aus zwey gekrümmten Balken be-stehenden curveulage e. f. verbunden sind. Von diesen aus geschmiedetem Eisen be-stehenden Bingen haben die gröfsten i. und k. zwei zoll Breite und vier zoll Höhe,die zwey ‘folgenden z. und m. zwey zoll Breite und drey zoll Hohe. Die kleinenRinge sind einen Zoll breit und zwey Zoll hoch (der volle Theil versteht sich). _ Zwey-tens sind in jedem Widerlager drey eiserne Ringe a, wovon zwey mit den Seiten-rippen und der eine mit der mittlern Rippe in einer Vertical-Ebene stehen , einge-mauert, vermittelst eines Lappens mit dem gröfsten Spannringe k. und einer lf zolldicken sehraube, mit den obern die Fahrbahn mittelbar tragenden Balken oder Schwel-len , verbunden. Auf diese Weise kann sich der erste grofse Ring k. nicht aus demvertikalen Stand geben, folglich auch nicht die übrigen Ringe, und also auch nichtdie Rippen der Brücke, und hierdurch ist die oben gemachte Bedingung erreicht.Diese Ringe tragen auch vorzüglich zur vertheilung des Druckes, auf die Widerlagerbey, denn indem sich ihre Seiten auszudehnen streben , wenn schwere Lasten dieBrücke passiren, so mufs nothwendig der gröfste Ring an das Widerlager angeprefst,mithin der vertikale Druck auf die Rippen vermindert werden. Indem ich mich aufdas über den Nutzen dieser Ringe Vorgetragene beziehe, so bemerke ich noch, dafsman denselben die Haltbarkeit der Brücken von stains und Sunderland, deren Bo-gen flach ist, wesentlich zuzuschreiben Ursache habe.

$. 175. Gufseisen zu den Tragstützen des Fahrweges anzuwenden, sey es nunin Gestalt einer Rohre oder eines Stabes, ist schon deswegen nicht rathsam, weil esspröde ist , und daher von der Erschütterung, welche die die Brücke passirendenLasten ausüben, gesprengt werden kann, indem'es nicht nacbgiebt, sondern springt.Ein Beweis hievon ist die Brücke von Austerlitz , woran einige Radialstützen gespal-ten sind. Auch dadurch, dafs die Rippen nicht allein in die Widerlager 7f Fufstief eingelassen werden , sondern unterhalb einer Queerröhre a, die an eine eisernerlatte d und an ein Gewölbstück stöfst, wie dies Fig. i zeigt, liegen , wird die Sta-bilität der Brücke und die stärke der Widerlagspunkte vermehrt; eine Vorrichtung,die ich bereits näher beschrieben habe.

Damit aber die zwölf ersten an jeder Seite des Bogens angebrachten grofsenRinge in ihrem vertikalen Stande erhalten werden, und nicht bedeutend oscilliren, sohabe ich dieselben (in der Mitte) mit einem drey Zoll hohen und einen Zoll dickenStabe 9 . 9 2 . g 3 . Fig. 6 . unter sich verbunden*). In einem jeden Ringe kömmt bey9 . eine sechs Linien starke und drey Zoll hohe Vertiefung, durch welche die Stangegesteckt wird. Auf beyden Seiten eines jeden Ringes geht durch diese Stange einSpliefsbolzen , um die Verschiebung des ninges zu verhindern. Also sind auf jeder Seitedes Bogens zwischen den gröfsten Ringen drey solche eiserne Stäbe nothwendig. Fer-

*) Diese Ringe müssen, wie bey den grofsen Fafsringen deschielit, zusainmengenietet werden, wel-ches dein Zusammenschrreifsen vorzuziebn ist.