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§. 175- Der zvveyte Entwurf, (Fig. l. 2. 3. Tab. 126) den ich gemacht habe,besteht wie gesagt, in einer aus einem eogen gebildeten Brüche, dessen oeffnungdrey hundert sechs Schuh , und dessen Höhe dreyfsig Schuh mifst. Dieser grofse so-gen erfordert, meiner Einsicht nach, die möglichste Vermehrung der Tragpunkte,d.® i. die vertheilung der Last auf so viele Punkte, als nur gewählt werden können,ohne die Festigkeit der beyden Haupttheile zu schwächen. Dafs diese nicht alleinmit vertical stehenden stützen erreicht werden kann, ist einleuchtend. Wir wollenjetzt sehen, wie ich das Problem , einen solchen Bogen mit den möglichst geringstenKosten und der geringsten Masse dergestalt zu konstruiren und die Verbindung allerrheile so zu ordnen , dafs die Brücke die gröfsten Lasten trage , gelöst, habe.
Den Rohren der zwey Seitenrippen , d d Fig. 3. gebe ich neun Zoll im Durch-messer, und ihrem vollen Rande eine Dicke von achtzehn Linien. Die auf 8f FufsEntfernung gelegten verbindungsröhren a 2 a 5 etc. erhalten sechs Zoll im Durchmes-ser, und ihr voller F.and eine stärke von sehs Linien. Der mittlern Rippe e. Durch-messer betrage neun Zoll, deren voller Band einen zoll an stärke. Die beiden Stütz-oder Widerlagsröhren aa Fig. 1. 2. 3. erhalten eben die stärke, als die Seitenrippen,die Diagonalrippen g. it. aber die stärke der mittlern Bogenrippe. In der Mitte des Bo-gens habe ich zur Verstärkung der Stabilität, eichene in der angezogenen Figurpunktirte Windruthen angebracht , die an slützklötze angetrieben werden.
§. 174. Ich habe bereits den Satz erwähnt, dafs es bei einem so grofsenBogen nothwendig sey , die Haupt- Spann- und Tragpunkte so viel als möglich zuvermehren. Dieses bewerkstellige ich mm mit hen Spannringen k. i. l. m. , welchesowohl über die zwey Seitenrippen Fig. l. als über den Mittelbogen Fig. 2. ange-bracht sind, und 2) mit den Ringen. Auf diese Weise wird der Druck derer dasMittel des Bogens passirenden Last auf QO Haupt - Tragpunkte der zwey Seitenrippenund der mittlern Rippe vertheilt, ohne den Druck, den diese Last gegen das Wi-derlager , die Spannringe und auf die Diagonalrippen ausübt, zu rechnen. Dannentstehen noch über die Diagonalrippen 80 Tragpunkte , auf derjenigen Stelle, wo dieVerbindungsröhren unter die Diagonalrippen durchlaufen , und woselbst slützschrau-ben angebracht sind, wie dies bey den übrigen Rippen oder Bogen geschehen mufs,und in Fig. l. 2. ausgedrückt ist. Endlich drückt die Last auf diejenigen punkteder Rippen und des Widerlagers, welche von den grofsen und kleinen Ringen be-rührt werden. Es sind also , mit Einschlufs der 12 Tragpunkte auf die Widerleger,182 Tragpunkte vorhanden, wenn die gröfsten Lasten die witte der Brücke passiren.
Die Steifigkeit oder Stabilität dieser Brücke wird aber nicht allein mit den zweyäcitenrippen, der mittlern nippe und den Diagonalrippen bewirkt, sondern auch durchfolgende Vorrichtung. Erstens bringe ich über die zwey Seitenrippen sechzehn, undüber die Mittelrippe acht, also in allem vier und zwanzig grofse Spannringe,k. r. x.. m. , dergestalt an, dafs sie mittelst schrauben b. Fig. 2. sowohl mit den Rip»