Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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nach Erbauung der Brüche gelegt werde, um in der zeit, von dem Grade ihrer Sta-bilität, sich überzeugen zu können. .Der Aestrich kann aus Eisenschlacken, kleinemKiesel', Ziegelmehl, Topf - und Krugscherben , und frischgelöschtem Kalk, oder erstaus Kies, dann Stroh, kleine steine, endlich aus ziegelinehl , Krug- und Topfscher-ben und frischgelöschtem Kalk bestehen. Er wird oberhalb mit einem an einemStiel unterm stumpfen Winkel befestigten Brettchen eben geschlagen, wie man denBoden der Dreschtennen schlägt.

$. 177. Bis jetzt habe ich die zusammenfiigung der einzelnen Rohren nichterklärt, um im Zusammenhänge die Konstruction der Brücke darzustellen ! Sie istaber für den Bau dieser eisernen Brücken äufserst wichtig. Dabey inufs der Inge-nieur , zur Beförderung der Stabilität der Brücke und .zur Vermeidung der Reparatu-ren , so wenig Schrauben als möglich anzubringen suchen, und denjenigen Abthei-lungen eines Bogens oder einer Rippe, wo zwey Röhren an einanderstofsen, eine nochgröfsere stärke geben, als dem übrigen Theil der Rippen.

Die Zusammenlegung aller aöhren so zu machen, als die eisernen Wasser-leitungsröhren , die bey Druckwerken gebraucht werden , wo jede Rohre zwey An-stofsscheiben hat, ist bey so vielen Röhren , nach meiner Einsicht , nicht vortheil-haft: denn l) verursachen die zwey Anstofsscheiben einer jeden RÖlire, worin Löchersind, durch welche die Schrauben gehen, eine unnöthige Last, indem sie die Trag-kraft des Bogens nicht verstärken; 2) können die die zwey Rohren zusammenhalten-den schrauben durch die Erschütterungen der Brücke , und wenn solche auch unbe-deutend sind, die aber täglich öfters wieder entstehen, locker werden, und 3 ) lassensich alle Anstoisseheiben nicht so dicht aneinander pressen , (wenn auch während desSetzens vom Bogen , welches nach der Ausrüstung , d. i nach der Wegnahme des Ge-rüstes, statt findet, einige dieser scheiben fest gegeneinander zu liegen kommen,)dafs nicht ein kleiner Raum dazwischen entstehen sollte. Man müfste also die klei-nen durch die Anstofsscheiben gehenden schrauben nachziehen , und dann entsteht da-bei die Gefahr , dafs der Bogen seine Form verliert. Endlich ist diese Verbindung, dervielen schrauben wegen, sehr kostbar, und der genaue Gufs der Anstolsscheiben hat,nach dem Urtheil der Gufsineisler, unüberwindliche Schwierigkeiten.

Ich habe daher die Vereinigung der Röhren folgendermafsen eingerichtet , um allenaufgestellten Bedingungen zu entsprechen, Jede Rohre erhält da, wo sie an eine an-dere slöfst, den Schiftungen, mit welchen ich die Curven der hölzernen sögen ver-binde, ähnliche Abschnitte, r r Fig. 10. 11. In dem Innern desjenigen Rohrstückes,über welches die Schiftung einer andern pafst, wird ein aus Gufseisen bestehendesRohr oder eine Hülse n Fig. 11., dessen Länge 30 Zoll beträgt, und dessen vollerRand Q Linien dick ist, eingeschoben, welches ich di e innere-nähe nenne. Dann wirdin eine andere neun Linien dicke und 24 zoll lange uiilse p Fig. 7. , die ich dieAeussere-HÜl se nenne, über dieses Rührstück des cogens geschoben , gegen dasselbe