Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Formbrett zu mngedreht wird, der hervorstehende noch weiche Lehm abgestreift,die Vertiefungen, welche mit frischen Lehm ausgeebnet werden, ausgeglichen, undder Kern bekommt so die gehörige Gestalt, die die Kante des Formbrettes hat. Da-mit dieses seine Form nicht verliere, so wird eine eiserne schiene h darauf geschraubt,welche die nöthigen Einschnitte hat, wie es die Bestimmung des Kerns erfordert *).Dieser wird endlich, um ihn sehr glatt und eben zu machen, so lange er nochwarm ist, mit einer Schichte aus dünnem feingesiebten Formlehm, der bis zurHälfte mit Holzasche vermischt ist, mit einem Pinsel auf seiner durch das Formbrettgebildeten Oberfläche bestrichen. Ist der Kern ausgeformt und gut getrocknet, sowird er in den Brennofen gebracht, zuvor aber werden die angeschraubten oder ein-gesteckten Achsen weggenommen, damit sich diese im Ofen nicht verzundern. DieseKerne erhalten an beyden Enden und auf der Eisenspindel selbst ihren Ruhepunct,weil sonst der Lehm durch ihre Schwere leickt möchte beschädigt werden.^

6) „Der Brennofen mufs canalförmig und so eingerichtet seyn, dafs mehrereKerne zugleich und in gleicher koncentrirter Hitze mit einem Holzflammenfeuer ge-brannt werden können. Wenn sie genug gebrannt sind , müssen alle oeffnungendes ofens verstopft werden, damit dieselben langsam erkalten; ausserdem würde derLehm, der weit früher als die eiserne Spindel erkaltet, zu viel rosse bekommen.Diese so abgekühlten Kerne müssen, wo möglich, noch etwas w'arm aus dem Brenn-ofen genommen werden, und mit einer warmen Schlichte, die zur Hälfte aus Koh-lenstaub und im Wasser gesottenen Mehl besteht, mittelst eines Pinsels dünn undganz flüchtig, damit nicht zuviel Feuchtigkeit in die Kerne dringe, überstrichen.Diese schlichte giebt der Oberfläche eine feste Haut, um sie gegen dem flüssigenEisen möglichst zu schützen, und der Kern sich von der gegossenen Röhre leichtablösen lasse. “

7) „Dieser beschriebene Kern ist bestimmt, beym Gufs einer eisernen Röhredie Form zur innern Oberfläche der RÖhre oder deren Höhlung zu bilden. Um dieäussere Oberfläche der Rohre zu gestalten, dienen messingene Modeltheile, welchemit ihrer äussern Oberfläche an Formsand sich abdriicken und dann weggenommenwerden, so dafs die abgedrückte Fläche des Formsandes die Form der aussern Ober-fläche der zu giefsenden Rohre abgiebt. Figur 1. zeigt im Durchschnitte diese mes-singene Modeltheile sammt den eisernen Schrauben i, h, r, t, v und den siodel Zzum Eingufs; denn auch die wände des leeren Raums zum Eingufs des Eisens müs-

9 Dieser Kern bekommt in seinem obern Theile noch eine gewisse Schmälerung seiner Hauptdicke.Denkt man sich nämlich durch m n (Fig. ß.) eine verticale Ebene, welche die Dicke des Kerns vonm bis n schief schneidet, und die links von mn oder auf der Seite von o liegende Hälfte derKernsoberfläche auf die Tiefe ijrtiz (Fig. 5 .) eingeschnitten, so entsteht diese Schmälerungder Hauptdicke des Kerns, welche von dein Angufs der innern Hülse an den obern Theil derRöhre nothwendig gemacht wird.

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