Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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diesen zum Formen und Giefsen schwammichi zu machen, damit er beym Trocknenkeine Risse bekommt, auch nicht zu stark schwindet. Wenn der Kern ausgeformtist, so wird beym Brennen der beygemischte pferdedung verkohlt und in Asche ver-wandelt, welches dem Formlebm eine feine poröse Beschaffenheit giebt, ihn daherzum Dienst beym Gufs eignet. Ein solcher Formlehm besitzt die Eigenschaft: dieschnellste Hitze, die das Eindringen des Metalls in die Formen verursacht, auszuhal-ten. Zugleich kann sich die im Kerne enthaltene Luft mit gröfster Geschwindigkeitentwickeln, und durch die Pores den nöthigen Ausgang finden. Da alle Metalle beymErkalten sich mehr oder weniger zusammenziehen und besonders das Eisen bey demmindesten widerstand schon in den Formen springen würde, so wird dieses durchdie schwammichte Beschaffenheit des Formlehms verhindert; daher müssen auch dieKernspindeln a b immer um 2 bis 3 zoll dünner in ihrem Durchmesser seyn, alsder Kern wirklich werden soll; diefs ist um eine hinlänglich poröse Lehmmasse auf-zutragen höchst nöthig. Dicke Kerne, wozu eine grofse Lehmmasse erforderlich ist,um solche zur gehörigen Form zu bringen, müssen auf hohlgegossenen eisernenSpindeln, die mit einer menge kleiner oeffnungen (Fi g. 8.) auf ihrer Oberfläche ver-sehen sind, gemacht werden. Diese Spindeln sind aber an dem einen Ende etwasdünner, als an dem andern zu machen, um sie aus der gegossenen Rohre, welcheeine starke Cömpression des Lehms verursacht, bequem ausziehen zu können. Beydem Formen des Kerns wird zuerst ein halbzölliges strohseil bi schraubenförmig,in der Entfernung eines Zolls, auf die Spindel a b aufgewunden , damit der Lehm,welcher sodann aufzutragen ist, mit einer gröfsern Oberfläche der mit Stroh umge-benen eisernen Spindel in Berührung komme. Dieses Strohseil macht den Lehm,welcher sonst auf der eisernen Spindel nicht halten würde, haltbar. Wenn der Kern,ganz ausgeformt ist, wird er in einem‘Kohlen - oder Holzflammenfeuer bis zu einerbestimmten zeit, worin nämlich der in dem Lehm enthaltene Pferdedung sich aufeine Tiefe von 3 bis 4 Linien zu Asche verwandelt hat, gebrannt. Hiebey wirdauch das strohseil bis auf die Spindel verkohlt; dadurch wird dann der Lehm schwam-micht, nachgiebig und zum Gufs geeignet..“

„Figur 8. zeigt eine auf ihrem Lager befindliche Spindel ; Fig. Q. aber den be-reits bis zum Brennen ausgeformten Kern. Wenn das Strohseil i (Fig. 8.) auf dieSpindel a b aufgelegt und an beyden Enden, mittelst kleiner Keilchen. in die derSpindel befindlichen Löcher y befestigt ist, wird dasselbe, nebst der ganzen Spindel,mit einem dünnen Formlehm überstrichen. Dieser wird, während die Spindel aufihren Axen ef, mittelst einer Kurbel umgedreht wird, auf einem gelinden Kohlen-feuer getrocknet. Dann wird auf das Ganze, indem noch alles gut handwarm ist,eine 6'" dicke Schickte Forrnlehm aufgetragen und getrocknet. So wird wiederholtfortgefahren , bis der Kern seine gehörige Dicke erreicht. Inzwischen wirddurch das Formbrett g (Fig. 9.), indem die Spindel mit einer Kurbel gegen das

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