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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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werden, vertical aufgesetzt, gut ausgetrocknet und zuletzt mit einem starken Holz-flammenfeuer ausgebrannt.“

10) „Nachdem die Formtheile erhaltet, werden sie in die Dammgrube (Gufs-grübe) mittelst Erahnen vor dem Schmelzofen gebracht, und zum Gufs der Röhrenzusammengesetzt. Fig. 3. zeigt den Durchschnitt der schon zusammengesetzten Formmit dem in der Mitte befindlichen Kern a b , welcher aut die Anfangs beschriebeneWeise zubereitet ist, bey x y und vz mit den Sandformen parallele Absätze hat,um zugleich die der Röhre anzugiefsende innere niilse und den schiefen schiftungs-schnitt der Röhre zu modeln; dieselbe Figur zeigt auch die Kerne r, q für die schrau-benlöcher der Röhre. Die ganze Zusammensetzung ist so dargestellt, wie sie zumEinlassen des Eisens zubereitet wurde. Wie diese Zusammensetzung geschieht, istaus Folgendem zu ersehen. Zuerst wird der Formtheil Q. IQ auf eine ebene undhinlänglich feste Grundlage in die Dammgrube gebracht, und der Kern a b mit demEnde b in das für ihn geformte Lager c eingestellt, und die übrigen Formtheile, wiesolche beym Formen aufeinander gefolgt, aufgesetzt, die sie umfassenden rormflaschen-theile mit den Schliefszapfen zusammen befestigt, und der Kern oben mit einer an-gebrachten Eisenschiene und mittels schrauben von oben, über den durch die Kern-spiudel gehenden Zapfen d befestigt, ohne welche Vorrichtung sich der Kern beymEindringen des flüssigen, spezifisch schwerem Eisens heben würde.“

„Die Kerne q und r werden durch die Seitenöffnungen der Formflaschen bisdicht an den Kern ab eingelegt, und von aussen mit Gyps und Wasser verludirt.So steht nun die Form zur Aufnahme des Eisens bereit *).

11) „Das Einlassen des flüssigen Eisens geschieht auf folgende Art. Es wirdnämlich vom Schmelzofen bis zur Form ein eisenblecherner oder ein gegossener Kanalgelegt, welcher zuvor mit Formthon einen Zoll dick ausgestrichen, gut getrocknetund etwas ausgebrannt werden mufs. Beym Einlassen des Eisens ist hauptsächlich zutrachten, dafs die Gufsmündung l beständig voll Eisen erhalten wird, sowohl um dasschnelle Eindringen des Eisens bey p zu befördern, als auch hiedurch das Eindrin-gen der Luft, so wie des Eisenkalchs, der sich beständig auf der Oberfläche des flüs-sigen Eisens vorfindet, zu verhindern.“

12) „Wenn der Gufs beendigt ist, und der Flufs bis tt reicht, und das Eisenzu stocken anfängt, welches bey Rohren von einem zoll Eisenstärke, in einer halbenstunde erfolgt, so werden, damit das Einziehen der gegossenen Rohren, besondersder Länge nach, kein Hindernifs findet, alle Schliefszapfen ss Fig. 4. geöffnet undabgenommen. Uebrigens ist die Form in der Grube, bis alles kalt ist, ruhig stehen

») Diese Einrichtung des Gusses , indem das flüssige Eisen von unten hey p gegen tt (Fig. 3-) verti-cal aufwärts steift, bietet die wichtigen Vortheile dar, dafs die Hitze und Gase des einströmendenEisens nach oben durch die trichterförmige Oeffnung ihren Ausgang finden und der hydrostatischeDruck des flüssigen Eisens die gröfsere Verdichtung der Masse bewirkt.