Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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durch Plünderungen bereichert hatten*). Zwölf Jahre entbehrte raris diese Comtnuni-calion bis 1ÖOO bis ein gewisser siarchand auf seine Kosten, eine neue Brückevon Holz- erbauen liefs , wofür er viele Begünstigungen erhielt, worunter auch die war,,dafs man sie nach ihm nannte. Diese Brücke brarmte aber zwölf Jahre später ab ;man erbaute sie 1739 von steinen und machte aus beyden Brücken nur eine.

5. 229. Die Brüche notre-Dame zu Paris (Tab. 129.) wurde 1412. auf Kostender Stadt, zuerst von steinen erbaut. Sie stürzte aber 14Q9 e ^ n » und acht Jahre spä-ter ist die jetzige auä sechs vollen Kreisbögen bestehende Brücke aufgeführt, derenWeite 48 bis 53 Schuh beträgt. Sonst war sie zu beyden seiten mit Gebäuden bedeckt,die man abgetragen, und wodurch die Aussicht auf die seine sehr gewonnen hat. Sieist die erste zu Paris erbaute steinerne Brücke, denn zuvor standen über die seine nurhölzerne Jochbrücken, die ihrer fehlerhaften Anlagen wegen öfters zerstört wurden * ralle wurden 1196 und 1280. fortgerissen! Zum Bau der Brücke Notre-Dame beriefman 150Ö den Mönch j oconde, aus Verona , weil er sich durch den Bau der Brückeponte-corvo (ich vermuthe in Padua ) bekannt gemacht hatte. Späterhin stellte ihnder Pabst beym Bau der petershirche an.

§. 230. Die Brüche pont-neuf zu Paris (Tab. 129.) wurde 1578 zu bauenangefangen ; sie besteht aus zwey Abtheilungen , wovon jeder Theil an die Insel de iaCite stöfst, Die erste Abtheilung , vom rechten Ufer der Seine angerechnet, bestehtaus sieben vollen Kreisbögen, von 43 bis 60 Fufs Weite ; die zweyte hat fünf Bögenvon 29 bis 43 Schub 8 zoll 8 Linien Oeffnung. Die Stirnbögen haben an den seiten Aus-schnitte oder Kuhhörner. Die prismatischen Vorköpfe der rfeiler gehen bis zur Be-krünzung der Brücke hinauf und tragen einen runden Vorsprung. Der Durchschnitt,welcher auf Tab. 129. rechts dem Aufrisse steht, zeigt die Breite dieser Brücke , wel-che unter Sully’s ruhmwürdigem Ministerium, im Anfänge des 17. Jahrhunderts, vollen-det wurde. Cerceau hat ihren Bau 1578 begonnen, den marchand 1604 vollendete.Unter dem zweyten Bogen, vom Louvre aus, wurde die durch unterschlachtige Räderin Bewegung gesetzte Wasserkunst, la samaritaine , im Jahr 1712 erbaut, welche vomCanal von ourcq entbehrlich gemacht werden wird. Zwischen beyden Brückenablhei-lungen stand ehemals die Statue Aequester von Heinrich dem vierten , der auf dieseBrücke einen grofsen werth legte, und dessen Statue, bey der Revolution niederge-rissen , villeicht noch einmal durch eine neue ersetzt werden wird.

§. 231. Die Brüche du Marche- palu zu Paris (Tab. 129.) bildet eine Folgeder Brücke Notre-Dame , weil sie mit drey kleinen Bögen den zweyten Arm der Seine

*) Bey der Pont au Change stand ein Thurm, mit dessen Glocke den 24- August 1577. das gräfslicheZeichen zur mörderischen Bluthochzeit gegeben wurde. Neunzehn Jahre später stürzte sie ein,und unter ihren Ruinen wurden noch viele Mörder der Hugenotten — durch die liönigl. Machtau diesen teufiischen Unbilden angereizt und ermächtigt — begraben.