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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Art ausgeführt sind, viele gebildete rersonen eine allgemeine, wenn gleich oberfläch-liche Kenntnifs vom Bauwesen besitzen ; an den öffentlichen Werken ein lebhaftesInteresse genommen wird, und die Ingenieurs eine grofse Achtung gemessen. Hoffent-lich ist aber jetzt die zeit gekommen, wo die Teutschen sieh selbst schätzen, ihreLandsleute mit Billigkeit beurtheilen, ihnen Gerechtigkeit widerfahren lassen , -undrächt hlos das fremde Verdienst anerkennen werden!

§. 2 5Ö. Die Brücke von r oänne über die Loire (Tab. 12Q.)’ wurde 1T8Q an-gefangen und 1-809, vom Ingenieur vimar, vollendet. Anfänglich wollte man jedem 5der sieben Bögen Ö4' Oeffnung geben, aber der Ingenieur rar eigne, welcher denBau anfieng, hat dieselbe 72' grofs gemacht. Unter ihr geht quer durch die Loire ,ein 3' dickes und eben so tief unter dem niedrigsten Wasserstande liegendes, vomzwey pfahlreihen eingeschlossenes sturzbett, dessen Steinplatten auf ein 2' dickes Be-tonlager ruhen. Vor demselben wollte man noch einen 9 schuh breiten Steinwurfanbringen..

§. 257. Die Brücke von. Navilly über den o oüb&ßufs (Tab. 129.) ist 1780vom Ingenieur Gauthey erbaut. Der Rost liegt 4' unter dem niedrigsten Wasser.Die pfeiler sind nach ellyptischer Torrn abgerundet und die Bogen bestehen aus fünfeinzelnen Gewölbreihen, deren Zwischenräume mit Bruchsteinen ausgemauert sind.Von der Zeichnung dieser Brücke zeigt die rechtseitige den stromaufwärts genomme-nen Aufrifs.

$. 258. Die aus sieben Bogen von 42 Bis 106 Schuh weite Brücke von tou^louse über die Garonne (Tab. 129.) ist von 1543 bis 1Ö32 erbaut worden. Der In-genieur souffron mochte die stirnbögen und einige Reihen steine aus Werkstücken,das üebrige aber von Ziegel, Sie gehört mit zu den ersten isÖgen,, die aus dreysiiitelpuncten beschrieben sind, und die erste, welche Seitenausschnitte oder KuhhÖr-ner erhalten hat. Die ans Werkstücken bestehenden pfeiler-Oeffnungen sind in Formeines Herzes ausgeschnitten. Das Innere der Pfeiler ist aus Bandlägen von festem Zie-gel aus Kiesel und mörtelgufs ; das Aeufsere aber, bis zum hohen Wasserstande , ist vonWerkstücken gemacht; weiter aufwärts sind daraus nur die Ecken der pfeiler und eiaverticales Band gebildet, düs Uebrige besteht aus Ziegel.

$• 259- Die Brücke bey Avignon über die Rhone ist eine der ältesten und gröfsstensteinernen Brücken in Frankreich . Anfänglich (1177) mochte man zwey sich an eine In-sel und ans vfer anschließende Brücken-Abtheilungen erbaut haben. Die eine hatteacht, die andere fünf Bogen; späterhin vereinigte man sie, mit acht andern Bogen,über die Insel hin, die nach einer krummen Linie gelegt werden mufsten, um beydeursprüngliche Brücken mit einander zu verbinden. Schon 1385 mufste der zu Avignon residirende Papst Bonijacius ix. einige baufällige lügen abtragen lassen, und 1410sprengten die Einwohner Avignori’s den Thurm, welcher den Eingang der'Brückevertheidigte, um die von senoit xiu. in die Stadt gelegte Garnison los zu werden,ni. Band; Ö4