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um es zu halten. Die Widerlager ruhen auf 377 lothrechf und 104 schräg eingerammtenpfählen. Die letztem sollten den Druck des Gewölbes auf die Widerlager schwächen ; eineaiaafsregel , die, meines Wissens , bey keiner andern Brücke angewendet und die beylothrechten wänden überflüssig ist. Zwischen den Hauptgrundpfählen wurden noch 1085kleine Pfähle eingerammt. Zu dieser Brücke sind 4Ö28 grofse Werkstücke gebraucht,und wiewohl der Taglohn für einen zimmermann und Steinhauer nur 15 kr. betrug,so hat sie dennoch 82,172 fl. gekostet, wovon dem Baumeister Carln für die geführteBauaufsicht 13,000 fl. bezahlt wurden. Bey ihr ist noch anzumerken: dafs ikr bo-gen bis auf das Widerlager herabgesetzt ist und dafs alle steinfugen nach dem Punkte,aus welchem der Bogen beschrieben ist, gezogen sind.
§. 305. Die zweite merkwürdige Brücke zu Nürnberg ist die sogenännte a b C~Brücke (t. l3l.) oder auch nach dem Kaiser carl n. die carlsbrücke genannt. Sie wurdenach murs Beschreibung der Merkwürdigkeiten Nürnbergs 1728 vollendet*). Jeder ihrerzwey aus Sandsteinen erbauten BÖgen hat eine Weite von 48 Schuh. Es verdientbemerkt zu werden , dafs die Bögen dieser Brücke aus drey “Mittelpunkten construirtsind , welches damals selten geschah. Die über den Pfeiler angebrachte Oeffmmg von3-f Fuls Breite nnd 7 rufs nöhe unterbricht vortheilhaft ihre Seitenansicht.
§. 30Ö. Die Brücke von ifeuilly (Tab. 118.) ist eine der schönsten Brückender Welt. Ihr berühmter Erbauer rerronet hat dieselbe in seinen Oeuvres mit allerGenauigkeit beschrieben. Ich werde mich jedoch nur auf eine kurze Anzeige be-schränken müssen, indem ich bereits das Wesentlichste von den Fundationen undder Ausförderung des Wassers aus den Baugruben der Widerlager und pfeiler, so wievon den dabey gebrauchten Schöpfmaschinen, im II. Bande vorgetragen habe , unddie dabey gebrauchten Lehrgerüste , so wie die bey der Abführung der Gewölbe ge-flachten Erfahrungen in der Folge anführen werde.
Bey dem 3000 xoisen von den Tuillerien entfernt liegenden Dorfe weuillywaren im Jahr 17Ö8 die zwey hölzernen Jochbrücken, vom Eisgänge so stark be-schädigt worden, dafs sie nur bis zor Vollendung einer steinernen Brücke, nach An-wendung bedeutender Reparaturen, erhalten werden konnten**).
*) Nach einer andern schriftlichen Nachricht soll ihr Bau 1604 begonnen haben. Da die daraufgestandenen Kramläden nach dem Alphabet bezeichnet -waren, fo nannte man sie A.B.C.- Brücke,
**) Die Veranlassung zur ersten hölzernen Brücke bey Neuilly war, wie Sully in seinen MemoirenT. VI. pag. 227 . sagt: dafs Heinrich IV, und die Königin am Qten Juni 1606, beym Ueberschiffenmit einer Fähre, .bald ertrunken wären. Beyde stürzten mit ihrem Wagen in den Flufs, die Kö-nigin wurde bey den Haaren herausgezogen. Nützliche Anlagen haben öfters solche Ereignissezu ihrer Entstehung, wenn die unnützen und lächerlichen vielvermögende Protectionen finden ;einige geben lieber zu einem Blendwerk, das den a-ndern Tag nichts als Schmutz zurückläfst,und selbst den Stoff verzehrt, hundert tausend Gulden, als zu einem der Nation und der Regie-rung Ehre bringenden Monumente, an welchem künftige Generationen den Geist und Geschmackihrer Vorfahren erkeDneD , eine weit geringere Summe 1 —
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III. Band.