Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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errichten; 11 6 Arbeiter wurden dabey in Tbätigkeit erhalten, und 30 andere zumSchöpfen des Wassers mit Eimer verwendet.

Endlich wurden Ö00 Arbeiter zu dem Ausschöpfen der Baugruben vor »demWiderlager und dem ersten Pfeiler angestellt; dennoch konnte man das Wasser nichtso tief, als man wollte, erniedrigen und die Grundpfähle wurden deshalb nur vierSchuh einen zoll unter dem niedrigsten Wasserstande abgeschnitten.

Diese kostbahren Fangdämme und diese Ausschöpfungen, sind also in der Thateine vergebliche Ausgabe gewesen, denn man hätte den Rost der pfeiler und Wider-Iager, wie ich bereits bey der Brücke von Mantes erwähnte, eben so tief auf dieGrundpfähle aufnageln können, eine Methode, die ich bey mehrern Bauten angewen-det und in diesem Werke beschrieben habe. Ja, man hätte auch das Mauerwerkvollkommen genau in einem auf diesen Rost zu setzenden Kasten aufführen können.

Endlich mufsten die Ausschöpfungs - Arbeiten am Widerlager , des hohen Stro-mes wegen, der den Fangdamm zerrifs, ganz eingestellt werden! Im folgendenJahre wurde dieser gänzlich abgetragen , und ein neuer dem Widerlager näher gelegt,weil man anfänglich einen zu grofsen Baubezirk abgeschlossen, folglich die Ausschö-piungs - Arbeiten unnöthiger weise verlheuert hatte. Diese in der That unnöthigenArbeiten zeigten so viel Schwierigkeiten, bey dem ersten Widerlager und pfeiler, unddie Nothwendigkeit, jeden Pfeiler mit einem 2400 schuh langen Fangdamm zu um-geben, erschien fast unausführbar, dafs sich endlich die Ingenieurs voglio und ces-sart, zu der Methode, in K'd&ten zu gründen, welche hcxbelye bey der Brücke vonwestminster angewendet hatte, entschlossen. Man sah indessen ein, dafs auch dieseKästen auf Grundpfähle gesetzt werden mufsten, weil das natürliche Flufsbett nichtfest genug war, und die Senkung zvveyer Pfeiler an der westminsterbrücke diesesdurchaus zu erfordern schien. Diese Kästen, welche ich sowohl als ihre Versenkungim nächsten Kapitel beschreiben werde, und die auf Tab. 127. Fig. 1. bis 8., so wiein I ig. 10., 15. und lö. dargestellt sind, sollten nur 20 zoll rund um das nauerwerkKaum lassen, welchen man für die Arbeiter hinreichend hielt, und so wollte mandarin dasselbe sechs Fufs unter dem niedrigsten Wasserstand aufführen.

Da der, den Rost bildende Boden des Kastens, 1 Fufs 10 zoll hoch war, somufsten die pfähle 7 Schuh 10 zoll unter dem niedrigsten Wasserstande abgeschnit-ten werden, welches cessart nach seinem werke: De'scription des travaux hydrauliques,mit einer künstlichen Säge, die 2200 Livres kostete, bewerkstelliget hat. Ich sehemich genöthigt, hiebey zu bemerken, dafs man die Grundpfähle sechs Fufs unterv. Wasser mit einer einfachen Rahmsäge (ü. Band s. 484.), die ich so häufig gebrauchthabe, hätte absägen und den Rost versenken können, ohne diese kostbare Säge zugebrauchen. Der jaau der Fangdämme eines jeden Pfeilers wurde nur zu 6058 Livresangeschlagen, und der Gebrauch der Kästen, ohne seinen Boden zu rechnen, zu2145 Livres. "Wenn man vier Schuh unter dem niedrigsten Wasserstande Fundiren