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testen vom Schliffs gesetzten Gewolbstem anfieng, so bemerkte man, dafs die untereFläche der Steine um einige Linien von der Gewölbkriimmung abwich. Ein weiteresAbweichen zu verhindern, wurde Cementmörtel in die Fugen, auf eine Hohe von sechszoll, eingegossen, nachdem, sie unterhalb mit Werch verstopft waren; in allem wurden512 Keile eingetrieben. Der grofse Bogen setzte sich vor Einlegung des schlufssteins12 zoll und die kleinern Q Zoll, und zwar von dem Druck, den ihre Massen auf dasLehrgerüst ausgeübt hatten. Den 22. August wurden alle Bogen ausgerüstet und derAnfang mit dem Abbrechen der alten Brücke gemacht. Wie die Lehrgerüste, mit-telst Hebbäumen a (Fig. 14.) und Flaschenzügen c und den Winden c e, errichtetwurden, und wie diese Hebbäume mit den an eingerammten Pfählen angespanntenHaltsäulen s und einer winde d vertical gehalten wurden, zeigen die 14te und 15teFigur der 125. KnpfertafeL
$. 30Q. Die Brücke von saumur *) (Tab. 127.) ist zwischen 175Ö und 17Ö4erbaut worden. Sie besteht aus 12 Koxbbögen von 6o Fufs oeffnung. Ihre 20' hoheBögen sind aus eilf Mittelpuncten beschrieben, Die Pfeiler, deren Grundpfähle inFig. 14. und deren erste Steinlagen in Fig. 12. und 13. angezeigt sind, haben eineDicke von zwölf und die Widerlager von 15 Schuh. Die Länge des Schlufssteins derGewölbe beträgt 4' 6", seine Dicke 2 Fufs, und die der Gewölbsteine 1/ Q". DieAnfänge der sögen liegen 4' über den niedrigsten Wasserstand und die Breite derBrücke mifst 42 Schuh. Dieses Werk hat 1,700,000 Livres gekostet. Den erstenEntwurf machte der Ingenieur yoglio ; cessart hat denselben vervollkommnet undausgeführt. Da die ganze Last von 10Ö Millionen rfunden auf den eilf Pfeilern undzvvey Widerlagern vertheilt werden mufste, so schien die Fundaticn, bey dem schlech-ten Grunde, die gröfste Vorsicht zu verdienen. Jeder Pfeiler sollte llö Grundpfähleund jedes Widerlager 202 erhalten., so dafs auf jeden Pfahl eine Last von Ö3000 Pf.kömmt, welches eine geringe Schwere für eine bis zum Stehen mit einem 1200 schwe-ren Rammklotz eingerammte pfähl ausmacht. II. B. S. 445. Denn perronet hält inseinen Oeuvres S. 597 dafür, dafs ein Pfahl, welcher mit einem Ö00 vfund schwerennammklotze, dessen Fallhöhe vier schuh beträgt, eingetrieben ist, 380000 rf. tragenkönne, ohne dadurch tiefer in den Grund einzudringem
Man fing nun am 3. May 175Ö an, das erste Widerlager, nach der Vorstadtzu, mit einem 12 schuh dicken Fangdamme zu umgeben, 23 Paternosterwerke zu
*) Bey Saumur stand vorher über den einen Arm der Loire eine steinerne Brüche des Scpt-Foieigenannt, deren Bau 1230 angefangen vrnrde. Ihre acht 56 Schuh weite Bögen waren nachHalbkreisen gewölbt. Zwey davon stürzten 1752 ein, weil die Fundation eines Pfeilers unter-waschen war. Die Gründung dieser Brücke bestand auf dem losen Sandgrunde der- Loire auseinem Steinwurf von vier Schuh Dicke, und der um die Pfeiler und durch den ganzen Flufsfortgesetzt war; dessen sorgfältige Unterhaltung mufste, bey dem eingestürzten Pfeiler, verab-säumt worden seyn, die bey solcher, über ein Sandlager angebrachten Gründung, durchaus noth*wendig ist.