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der Genauigkeit der Ausführung des Mauerwerks der Widerlager einen Begriff ma-chen, welcher es weifs , dafs die Lagerfugen mir 4 und die verticalfugen 2 Linienweit sind. Zum Ausschöpfen des Wassers zwischen den Fangdämmen wurde ein ähn-liches wie bey der Brücke von Neuilli (Tab. 87.) gebrauchtes Schnüffel - und Kasten-rad und Paternosterwerk angewendet. Die Grundpfähle erhielten 25 pfund schwere,eiserne pfahlschuhe , kamen auf 2 Fufs Abstand zu stehen , und wurden mit 12 bis14 Centner schwerem Kammklötzen bis zum stehen eingetrieben; 339% an za ^stehen allein unter den Widerlagern Und Seitenmauern.
• Die Trottoirs dieser Brücke sind 15 zoll höher, als das fast horizontale Pfla-ster. Unter der Brücke gehen längs den Widerlagern bequeme Ziehwege durch.
$, 319. Die Brücke von Jena zu pari# (Tab. 130.) ist vom Ingenieur na-mande von 180Q bis 1813 erbauet worden. Zur Fundation der pfeiler lind Wider-lager wurden pfähle eingerammt und wenn ich nicht irre, 5 Fufs unter dem niedrigstenWasserstande mit einer einfachen in einen Rahmen gespannten säge abgeschnitten,dann wurden die Zwischenräume der pfähle mit Steine und mörtel gefüllt; auf diedie Fundation des Pfeilers umgebenden pfähle ein wasserdichter Kasten gestellt,und darin das Mauerwerk des pfeilers, bis über das Wasser, aufgefübrt. Die B fünfBogen dieser Brücke bestehen aus Kreisstiicken, deren Sehne 86, 2 Fufs und derenHohe 10' 2" mifst, so dafs sich diese zu jener wie 1 : 8, 4Ö verhält. Die pfeilersind ()' 2" Q'" dick, so dafs ihre Dicke zur Bogenöffnung wie 1 ; 9, 3 im Verhält-nifs steht ; von aussen sind dieselben aus grofsen Werkstücken, im Innern aber, sowie bcy den Pfeilern aller grofsen französischen Brücken, aus anderm Mauerwerkgemacht. Das Lehrgerüst dieser Brücke (Fig. 21. Tab. 130.) ist sehr zwepkmäfsigconstruirt. Am 15. August 1812 waren bereits die ßögen, wozu man 3 500 Gewülb-steine brauchte, geschlossen, und nach dem Moniteur wurde» sie in 51 Tagen auf-gesetzt , welches die Bewunderung jedes Ingenieurs verdient. Diese Brücke soll nahean drey Millionen Franken gekostet haben. In der 2ten Figur Tab. 130. ist die An-sicht der vier Stützmauern eines Widerlagers, die auf drey Pfahlreihen stehen, ge-,zeichnet. Die dritte Fig. ist der Queerschnilt eines Widerlagers, also über der Li-nie 0 n , von der vierten Figur genommen, welche den Grundrifs des Widerlagersbildet. Die 5te Figur ist der Queerschnitt von der Hälfte und in der Mitte der Brü-cke genommen, und Fig. 4. zeigt die sekränzung dieses schönen Werkes.
$. 320. Die dreyfsig Schuh breite Brücke zu st. edme zu Nogent an der seine(Tab. 12Q. und 132.) besteht aus einem 90 Schuh weiten Bogen , dessen Höhe 27Schuh beträgt. Ihre Gewölblinie ist aus eilf Mittelpunkten beschrieben. In den Stirn-bögen sind die Gewölbsteine 5 schuh, in dem Innern des Gewölbes 4 schuh hoch ;die Widerlager sind 18 schuh dick. Perronet hat dieselbe entworfen, und sie ist un-ter seiner Direction von 1 ?66 bis 1769 erbauet worden. Die Widerlager wurden inFangdämmen, aus dem Wasser heraufgeführt, und man schöpfte dasselbe mit pater-