Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
532
JPEG-Download
 

53 %

serwägen bekannte Ingenieur den Auftrag, dem Einsturz der ehemaligen Brüche (Fig. 3.Tab. 132.) zuvorzukommen. Ihr Widerlager war nämlich vom Strom unterwaschenund die rfähle so geschwächt und gewichen, wie es diese 3te Figur zeigt. Er unter-stützte nun das Widerlager mit den in die Mauer eingelassenenen Klözen e. e. ,welche man auf schwellen p. p. legte. An diese erstem Klötze wurden noch anderec. gelegt und beyde bedeckte man mit der schwelle m. Die Klötze e. und dieseSchwelle wurden vermittelst der Schlüssel f. , die Klötze c. aber mit dem durch dieschwelle m. gehenden zapfen verbunden. Darüber kamen die eisernen Bänder n. w.zu stehen , darunter aber die Streben f. Gegen die schultermauer des Widerlagerswurde die Stützsäule a. gesetzt, die man mit der strebe d. lothrecht hielt, welcheletztere auf den eingerammten Pfählen h. l . l. ruhte. Das Ausweichen der strebewurde von dem Keil b. verhindert. Diese verschiedenen zimmerstücke mit ihren Ein-schnitten stehen unter Fig. 4 und sind mit gleichen Buchstaben bezeichnet.

§. 318. Die e intrachtsbrlicke zu Paris (pont de la Concorde Tab. 124 .*) istvon perronet entworfen und unter dessen Direction von 1787 bis 1791 von nemou -stier ausgeführt ; wenn ich nicht irre, so war auch prony bey diesem Bau als In-genieur angestellt. Ihre Kreisstücke bilden 5 Bögen und gehören mit zu den näch-sten und kühnsten in Europa , denn ihre Höhe verhält sich zur Weite wie 1 ; 9 undwie 1 : 12. Der mittlere Bogen hat nach Perronets Angabe 88 schuh , die folgenden80 uud die zwey Endbögen (jeder) 72 Schuh oeffnung, Ihre Breite beträgt 48 Schuhund die Dicke der pfeiler ist 9 schuh, so dafs sich diese zur oeffnung des mittlernBogens wie 1 : Q, 8 verhält. Die Bögen sind mit einem Halbmesser von 117 bis126 Fufs **) Länge beschrieben. Ihre pfeiler bilden zwey für sich abgetheilte 11' 3"lange Prismen, die mit 9 Fufs langen Halbcylindern in der porm von Säulen enden; siesind daher sehr kühn und machen eine Abwechslung in der construction. Dieselben so-wohl als die 60 Fufs langen Widerlager sind in Fangdämmen auf einem Plahl - undSchwellrost, 6 Fufs unter dem niedrigsten Wasserstande , fundirt. Wie die auf T. 124.dargestellten Horizontalschnitte zeigen, so haben die Widerlager landwärts Strebepfei-ler, welche gegen dieselben als Bögen anstemmen; eine nachafimungswerthe Maafs-

9

regel 1

Bey den Gewölben dieser Brücke rechnete perronet das Setzen zu 12 bis 18Zoll und richtete hiernach das aus Eichenholz gemachte Lehrgerüst ein. Die Fugender erten fünf aeihen der Gewölbsteine wurden gegen die äufsere Gewölbfläche zu 3und gegen die innere zu 6 bis 10 Linien festgesetzt, damit sie nach der Setzungdes Gewölbes sich parallel nähern konnten. Der Bauanschlag dieser Brücke beliefsich auf 2,200,000, die Ausgaben betrugen aber 3,017,931 Livres. Der kann sich von

*) Lesage, dans le recueil de divers memoires pag. 27 > giebt die Weite des mittlern Bogen» *u96 Fufs, die folgenden zwey zu 87 Fufs und die Widerlagbogen zu 78 Fufs an.

**) Lesage giebt sie zu 119 und 129 Fufs an.