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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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wenn ihre Vorpfeiler bis zur Oberfläche der Rrückerwege erhöht würden, und mandie Brückenbahn durch an den Seiten anzubringende Tragsteine und eine Bekränzung,erweitern wollte, wie es bey der Dresdner Brücke geschehen ist. Insofern die Donau hier, bey einem Wasserstande von sechs Schuh, in drey Arme strömt, so ist eswahrscheinlich: dafs man jeden der drey Theile dieser Brücke, abgesondert, imTrocknen fundirte; dies ist auch mit Grund vorauszusetzen, denn wie hätte man sonst dieFundation, in der damaligen zeit-, als die Brückenbaukunde sich noch in ihrer Kind-heit befand , -ausführen wollen ?

$. 357. Nach der Beschreibung wirklich ausgeführter Brücken, wird es mirerlaubt seyn dürfen : die von mir zu zwey grofsen steinernen Brücken gemachtenEntwürfe aufzunehmen. Der erste Entwurf betrifft die bey Ulm (Tab. 133. E. 1. u. 2.)über die Donau zu erbauende Brücke. Ich habe ihn 180Ö gemacht, und nach demselbensollte die Brücke aus einem Bogen von 170' oeffnung bestehen, und dieses KreisstückosHöhe beträgt 24 schuh . Man hätte dieses werk aus dem dortigen harten .vortreff-lichen Kalkstein (Marmor) erbauen können. Die Hohe des schlufssteines bestimmteich zu 5' Q", dessen Dicke zu 2' 6" und die der Gewölbsteine zu 22 zoll. Ich würdedas Gewölbe bis zum pfähl.- und schwellrost der Widerlager haben hinabgehen und inden Schenkeln doppelte oewölbsteinlagen haben legen lassen, diese auch mit rohen Werk-stücken in den Widerlagern fortgesetzt haben. Die Dicke eines jeden Widerlagerssollte 42' betragen ; zur Verstärkung dieser Widerlager hätte man die Festungsmauerna und b Fig. l. stehn lassen mögen, und ähnliche alte Mauern cd könnten in dieser Ab-sicht bey der kleinen Brücke stehn bleiben. Die grofse Brücke würde eine zwey-te aufTab. 133 . verzeiehnete aus einem Bogen von 72' bestehende Brücke nothwendig ma-chen, um in gerader Richtung, über einen kleinen .Nebenarm der Donau, - zu kom-men. Wer die jetzige aus vier mit hölzernen Sprengwerken bedeckten pfeiler be-stehende Donau -Brücke und ihre enge oeffnungen betrachtet, auch davon unterrichtet ist,dafs diese elende Brücke die Hochgewässer und Eisgänge der Donau in dem iraafseaufstaut, dafs sie oberhalb viele Quadratmeilen Landes überschwemmen, und es sieht :dafs 2 Pfeiler 4 bis 5 Fufs aus ihrem lothrecliten Stande gewichen sind., der dürfteeingestehen., dafs mein, zu einer zeit, als die Festungswerke , ausser den Gewölb-steinen, eine hinreichende Menge der festesten gröfsten Steine hergeben konnten *gemachter Vorschlag, nicht ganz zur Unzeit entworfen Wurde; da man damals denWechsel der Besitzungen nicht ahnden konnte. Andere und ruhige Zeiten werdenaber wohl erst eintreten müssen, um diesem Entwürfe Eingang zu verschaffen ! Ander grofsen Brücke hatte ich 2 Gebäude entworfen, um die Stadt, von dieser Seite zuverschönern, und auf der Insel zwischen beyden Brücken hätte man einen englischenGarten, zum Gebrauch des Publikums, anlegen mögen: denn diese Insel hat eineüberaus reizende Lage und von ihr hat man die herrlichste Aussicht auf den Donau -flufs und nach den entfernten Gebirgern ^