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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Beschreibung äer bey münchen über den isar -rliifs im Bau begriffenen Brüche unddes nurchlaf&wehres. S. Tab. c. zum ersten Bande; Tab. 116 . und Tab. 133.

§. 33 8 . Im ersten Bande S. 282 u. s. w. habe ich bereits gezeigt: dafs dieAeufsere auf die Karte Tab. c mit h bezeichnete äufsere Isar -Brücke und das bey f liegendeWehr, die wesentlichsten Ursachen der für München und seinen Umgebungen schäd-lich gewesenen Hochgewässer waren. Beyde Wasserkehrungen , welche gewaltsam denAbflufs des Stromes störten , trieben zwischen den loten und 13‘ten September 1813den Isar -Flufs zu einer solchen Höhe auf, dafs er seine Ufer überstieg, das ober-halb der Caserne liegende Wehr durchbrach, und die Vorstadt Au überschwemmte *).letzt stürzte der Strom auf die rechtseitigen pfeiler der äufsern Brücke, und nach-dem er den unterhalb der Brücke, queer über den Flufs, gelegenen aost (s. t. 116. Nr. ll.)durchbrochen hatte, untergrub er die schlechte Fundation dieser Brückenpfeiler, wäh-lend der linkseitige Flufsarm von dem wehr f Tab. c gleichsam gesperrt war, sodafs also die Wassermasse des auf die Aeufsere - Brücke anfallenden rechtseitigen Ar-mes verstärkt, und ihre Angriffe auf die Brückenpfeiler vermehrt wurden. Da diesieben ziehschütze dieses Wehres f (Tab. c.) nicht ganz zur rechten zeit gezogenwerden konnten,, weil die Anschwellung der Isar eintrat, als das scheiterholz aufdiesem Flusse getriftet wurde: so führte dieses Wehr wenig Wasser ab, und derStrom stürzte gröfstentheils durch den Wehrbruch., oberhalb der caserne. A.rn l Stets.September stürzten vier rfeiler und fünf Bogen dieser Aeufsern-Isarbrücke ein; vieleMenschen wurden in die sich gegen die oben erwähnten zweckwidrigen Wasserbau-Anlagen rächenden Fluthen, begraben. Jetzt erhielt die Generaldirection den Auftrag:jenen Durchbruch des Wehres zuzubauen, und eine Nothbrücke, die wir in Fig. 13.Tab. 133. in der Richtung jd e f sehen, aufzuführen. Ich gab jedem der zehn Joche10 bis 11 pfähle, liefs bis zur Vollendung dieser binnen 2 * Wochen aufgeführtenBrücke, für die Fufsgänger, zwey Fähren mit Laufrollen, errichten, und das Fuhr-werk über die von mir bey dem Dorfe Bogenhausen (1812} erbauten Bogenbrücke,gehen **),

Die eingestürzte Brücke stand nach der in Fig. 13. Tab. 133. von a nach »und c angegebenen Richtung; ihr Aufrifs ist auf Tab. c. in Nr. II. gezeichnet. Die pfeilerbestanden aus festem Nagelflue- und Kalkstein, im Innern aus Ziegel; sie waren vierSchuh zu hoch fundirl, daher ihr Rost der Luft und .sonne nusgesetzt blieb. Diese

*) Dieses damals auf Tab. C. bey D. mit zweyte Ueberfälle bezeichnete baufällige Wehr sowohl altdie beyden steinernen Brücken, d. i. die Innere- und Aeufsere -Isarbrücke, wurden von derStädtischen - Bauinspeetion unterhalten., ohne dafs die General-Direction darauf einen Eiuflufszu nehmen hatte. . •

'**) Man kann sich von der Frequenz des Fuhrwerks über die Isarbrücke bey München einen Begriffmachen, wenn ich bemerke: dafs nach einer genauen Zählung, damals über diese Bogenhauser-Brücketäglich 109? Wägen, und 2641 Pferde passirten, ohne die Postwagen und Chaisen zu rechnen.