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Wildstrom moragia gesprengten Bogen haben 307 Schufi Hohe, die übrigen sind, dader Abhang, über welchen sie stehen, bedeutend ist, weniger hoch. An der fluf's-aufvvärts gerichteten Seite der Brüche tragen dreyfsig kleine goihische Arcaden einenAquäduct, der das Wasser nach der Stadt Spoletto führt. Dieses in einem sehr kühnenstyl erbaute werk ist noch gegenwärtig gut erhalten. Dessen ganze Länge beträgtgegen 7Ö0 und dessen Breite 40 Sclmh.
$. 353. Der Aquciduct von cwita castellana (Tab. 132.) bildet einen rheil ei-nes ungefähr 400 Jahr vor Christi Geburt erbauten strafsendammes oder einer Brücke.Diese 7Ö8 Schuh lange und 30 schuh Q zoll 5 Linien breite Chaussee ruht in derMitte auf neuen grofsen Bogen, die 12 Schuh hoch mit Erde belastet sind. Die dreymittlern Bogen haben 81 Fufs, die übrigen 6o Fufs Geffnung. ^
§. 354. Der Aquäduct von aard, auch Pont du Gard genannt (Tab. 132.) ist einesder gröfsten und schönsten noch bestehenden Monumente der Römer ; man schreibtseine Erbauung dem Agrippa zu. Er bildete einen Theil der von vzes nach msmesgehenden Wasserleitung, deren ganze Länge beynahe sechs französische stunden be-trug, und die von diesem xquäduete ab, unterirdisch , nach Nismes das Wasser ausden Quellen des Uzes führte. Von den drey Reihen Arkaden dieses über das Thaldes Baches aardon aufgeführten Aquäductes, dessen Länge zwischen den Widerlagern101,71 metres ist, besteht die erste Reihe aus fünf, die zweite aus eilf, und diedritte, auf welcher der Aquäduct eigentlich ruht, (jetzt) aus fünf und dreyfsig Rü-gen. Die Länge der mittlern Bogenreihe beträgt 25Q, 7Ö und der obersten 206 metres.Die beyden untern Bögen haben ungefähr 52 bis 74 Fufs, die der obersten Reiheaber l6 rufs 11 Zoll 2 Linien Oeffnung. Die Hohe der schlufssteiue beträgt l,46 m .bis 1, 10 metres; die Breite der eigentlichen Wasserleitung im Lichten ist 1, Ö2 metres.
Das siauerwerk, dessen Steine etwa 4 Schuh hoch , 4f Schuh lang und 15 zollbreit sind, ist, wie die meisten alten römischen Werke, [ohne Mörtel oder einem an-dern Bindungsmittel gemacht und besteht aus colossalischen Werkstücken, welche theilsein Muschel - und Meerkiesel -conglomarat, theils Kalksteine sind. Die beyden äu-fsern vordem Seiten der Bögen und der ganzen wand haben auf eine Entfernung vonungefähr 6 Schub der Höhe und eben so viel der i/änge nach gerechnet, zwey Schuhhervorstehende Steine , die, wie es nicht unwahrscheinlich ist, anfänglich zu Stütz-punkten der Lehrgerüste und späterhin dazu dienten , um auf denselben in kurzer,Zeit Gerüste errichten und so das Nothwendigste ausbessern zu können. Eben sosteht in den zwey untern Reihen der Bögen im Innern der Gewölbe immer dersechste Gewölbstein (der Höhe nach vom Anfang des Bogens gerechnet) nach der gan-zen Breite des Gewölbes zwey Schuh vor, um auf denselben die Endpunkte des Lehr-gerüstes zu setzen. Das ganze Gewölbe besteht, seiner Breite nach, aus drey Rei-hen Gewölbsteinen, die nicht ineinander verbunden sind, so dafs jede Reihe ein ganzeigenes Gewölbe bildet. Die Gewölbe sind an manchen stellen treflich erhalten , anandern aber auf eine unbegreifliche Weise beschädigt, besonders ist dies bev den der