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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Wetterseite ausgesetzten Theilen zu bemerken. Die Pfeiler sind anf den natürlichenFelsen der Ufer des Flusses Garden oder Gard gegründet.

Iin jahr »740 liefsen die Stände von Languedoc durch ritot eine Brüche anden Aquäduct lehnen, über welche die grofse Strafse führt, die wir in der Zeichnungsehen. Mein ältester sohn hat dieses schöne Monument im September 1813 besucht»und von ihm habe ich einige Notizen über dieses herrliche werk des Alterthums»

$. 355. Der Aquäduct von caserla ohnweit Neapel (Tab. 132. ist das neuesteWerk der Art- Er ist von dem Erbauer vom schlosse caserta , vanvitelli , unter demo Könige carl in. im Jahr 1755 aufgeführt worden. Seine drey Reihen Arcaden haben30 Fufs oeffnung, und die pfeiler sind 14 Fufs dick; die Höhe beträgt beyna’ne 130schuh .. Auf zwey Lagen gebrochenen Tufsteinen, worin die Steine 6 Zoll hoch und12 zoll lang seyn mögen , folgen drey Lagen Ziegel , die mit gutem Cement gedecktsind und den man auch zu den Fugen der Tufsteine gebrauchte; eine Art Mauer-werk, dessen sich auch die Alten bedienten , und die der Ziegel wegen viel Festigkeitdarbietet. Zum Mörtel hat man sehr guten Cement gebraucht.

35Ö. Die claudische Wasserleitung bey rotu (Tab. 132.) wird von 12 bis 20 *weiten Bögen und pfeiler, welch letztere die Hälfte der Bogen-Oeffnungen zur Dicke haben,gebildet. Sie ist nicht, wie beynahe alle Wasserleitungen Roms, von Ziegel, sonderngröfstentheils von Werkstücken erbaut. Vorzüglich wurden unter des Censors AppiusClaudius Bauführung mehrere Wasserleitungen angelegt*), und der Censor Agrippa vermehrte und verbesserte , als Vorsteher von aorns Bauwesen , die römischen Aquä"ducte wesentlich. Man hat sich bemüht, den Wasserzins, welchen Roms Bewohnerjährlich zahlten, zu 6|- Millionen Thaler zu berechnen, und Frontin, welcher, zurZeit des Kaisers Nerva , oberaufseher über die Wasserleitungen Korns war , hat uns inseinem werke, de Ac/uaeductis, viele Aufschlüsse über die Wasserleitungen dieser ehe-maligen Hauptstadt der Welt gegeben; sieben hundert Fersonen waren, nach ihm,zum Dienst der 20 oder 24 Aquäducte und der zahllosen Röhrenleitungen, beschäf"sigt. Erst das dem Haushalte der Römer entbehrliche Wasser wurde aus den Wasser-leitungen in die Cloaken abgeleitet, um dieselben zu spühlem.

Jetzt nmfs ich noch bemerken , dafs bey den römischen Aquäducten das eigent-liche wassergeriune oberhalb mit einem Ziegelgewölbe bedeckt war , und darin ei-nige oeffnungen, um den frischen Luftzug zu erhalten, angebracht wurden; auch inder lothrechten Wand dieses Gerinnes waren hin und wieder mit schützen zu ver-schliefsende Oeffnungen, tun das Wasser dadurch stürzen zu lassen, folglich die sohledes 2^ Fufs breiten Gerinnes von schlämm und Sand zu reinigen. Auf diese weisewar also das Wasser den Sonnnenstrahlen entzogen und dennoch dem Luftzuge frey-gegeben ; eine Einrichtung , die nachgeahmt zu werden verdient.

* ^ Diese Wasserleitung Fat ihre Benennung nach dem Kaiser Claudius, der «Le erbauen liefs, und

nicht nach dem Censor gleiches Namens, erhalten..