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wird ein Grundbau qtieer über durch den Flufs , d. i. ein Slurzbett, anzulegen seyn.Dasselhe v/ei’de unterhalb der Brücke , längs den Pfeilern vorübergehend und so tiefunter dem niedrigsten Wasserstande versenkt, damit es den Abflufs des hohen Stro-mes nicht störe und der Strom unter dem Brückenbogen weder einen Wassersturz ,noch eine Aushöhlung des Bodens bewirke. Es ist nothwendig., dasselbe unterhalb derBrücke anzulegen, weil alsdann darin neue pfähle eingerammt werden können undalle Unterwaschung der Pfeiler und Widerlager vermieden wird. Diesen Bedingungenkann man nicht entsprechen, wenn das Sturzbett unmittelbar unter den Bogen oderoberhalb der Brücke liegt! Durch den Flufs angelegte Fundationen oder Sturzbettetreffen wir bey den Brücken f abricius, rerrato und Aelius zu Rom , (Tab. 125.) fer-ner bey den von corvo , Roanne, Moulins , cremera (Tab. 12Q.) und bey mehrerenandern Brücken an. Da man sie in unsern Zeiten nicht so kostbar wie die nömer.,z. b. bey der Brücke von Fabricius (mit verkehrten Gewölben) machen kann, so lasseman dieselben aus einem pfähl- und Schwellroste (n. Bd. s. 573.) bestehen, fülle die-sen mit Bruchsteinen und Cementmörtel aus und bedecke dieses alles mit zweyzölligenPlanken von Eichen- Kiefern- oder Lerchenholz, welche jedoch nur 4 Schuh unter dem nie-drigsten Wasserstande auf den schwellrost aufgenagelt -werden können. SolcherGrundbau wird, wenn das Bett aus feinem sande besteht, von zwey Spundwänden,aus dessen Bezirk der sand ausgebaggert, an dessen Stelle aber Lehm , Mörtel undSteine geschüttet werden, eingeschlossen, wie dies bey der Brücke von Moulins (Ta-bula 12 7.) wo derselbe in der ganzen Breite der Brücke durchgeht, geschehen ist.Zuweilen rammt mann auch zw r ey pfahlwände ein, (in der untern Wand pfähl anpfähl) wirft zwischen beyden Wänden grofse und kleine Steine, so wie ans frischemKalk gemachten Mörtel, und legt unterhalb der Brücke eine Steinböschung an. Mankann auch einen aus sinkstücken gemachten Faschinenbau versenken , denselben mitgrofsen Steinblöcken bedecken , wenn der Strom und der Eisgang nicht zu reifsendund die Tiefe unbedeutend ist.
Alle diese queer durch den ulufs gehenden Fundationen sind kostbar ; es istdaher gut , dafs sie selten , nur beym Sandgrunde oder bey Bergflüssen , gebrauchtwerden müssen. Sie sind wo möglich zu vermeiden ; die Gründung der Widerlagerund Pfeiler ist aber so einzurichten , dafs sie diese gegen alle Angriffe sichert, wel-ches ohne sturzbett, ausser bey Bergflüssen, immer möglich gemacht werden kann.
§. 358. Gegenwärtig sind gleichwohl die Fundationen der Brücken mit grö-fsern Schwierigkeiten , als in frühem Zeiten , verbunden : denn man konnte ehemalsdie Flüsse, wo nicht ganz doch zum Theil, von der Baustelle ableiten, weil sie nichtso wie jetzt dem privatvortheil nachstehen, durften und die Brücken mit so vielenBÖgen erbauet wurden, die sie, der Natur des Flusses gemäfs, nicht nöthig haben,folglich der ström theilw'eise abgedammt werden konnte. So sind ohne Zweifel dieEngelsbrücke zu Rom , die Regensburger u. m. a. Brücken theilweise im Trockenen ,