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2 w E v t e Ä Ae sonn * t des sechsten K a * x t e ■ &. s.
Allgemeine Grundsätze und Maximen, welche bey Aufführung steinerner Brückenzu berücksichtigen sind; ferner von den Verzeichnungsmethoden der Gewölbli-nien; von den Theorien der zu Brüchen anzuwendenden Gewölben; t'on denLehrgerüsten und von den Maximen bey der Ausführung steinerner Brücken.
§. 357 . Nachdem ich im ersten Kapitel einige auf den Bau aller Brüchen an-wendbare Bedingungen vorgetragen habe, und die Festigkeit eines jeden Gebäudes,vorzüglich aber einer den gewaltsamen Angriffen des Stromes und der Eismassea stetsausgesetzten Brücke,, so wie der unbeschränkte Ab Hufs der Hochgewässer das Wesent-liche ist, worauf der Ingenieur zu sehen hat: so wird die Gründung der steinernenBrücken der erste Gegenstand unserer Untersuchung seyn müssen.. Wenn man vondem Gesichtspunkte ausgeht, dafs Werke der Art für Jahrtausende gebauet werden,die gewaltsame Einwirkung der Elemente aber fortwährend an ihrer Zerstörung arbei-tet, und wenn man weifs, dafs mehrere Brücken, denen eine solide Fundation man-gelte, eingestiirzt sind, wie z„ B. die ehemaligen Brücken von Orle'ans, Bamberg ,München, Nutre-Dame und st. Marie zu Paris ; vonMoulins, de la Ferte sous jouarre,von Moissac über den Tarn und von Xaintes ; ferner zum Theil die ältesten Brückenzu Dresden und Prag, die Brücke von Tours, Frankfurth und von Dole über den Doubs ,die uriieke Senatorius zu Born , die Westminsterbriicke zu London , die Brücke vonAvignon u. m. -andere: so ist beym Brückenbau nichts wichtiger, als die Fundirungder Widerlager und pfeiler Sie mufs aber nicht nur den im ll. Bande s. 5Ö4 bis583. aufgestellten Maximen entsprechen, sondern auch dem Angriffe des Stromes undder Eismassen, so viel als möglich, entzogen werden , wie auch den Brückenkörperzu tragen im Stande seyn. Vor allem mufs der Ingenieur dem Flusse eine solcheRichtung geben: erstens dafs der stromstrich die Mitte der Flufsbahn einhält; 2) dieSeitenwände der Pfeiler und Widerlager parallel mit demselben liegen, damit sie vomStrome nicht angegriffen werden ; 3) dafs die Bögen dem Flufs weder ein zu weites nochein zu enges profil darbieten. Im ersten Fall werden für den Abflufs des Stromes ,so wie für die Schiffahrt, schädliche Sandbänke und Inseln entstehen und der strom-strich seine anfänglich zweckmäfsige Richtung in eine fehlerhafte, auf die Pfeiler undWiderlager anfallende verändern ; es wird daher das Flufsbett sich erheben, folglichder Strom höher als sonst steigen. Im zweyten Fall kann unter der »rücke die Ge-schwindigkeit des Stromes, mithin dessen Angriffsvermögen, dergestalt zunehmen,dafs ein für die Schiffahrt gefährlicher Wassersturz hcrvorgebracht und der Stromgezwungen wird , die Gründung der Brücke zu untergraben , nachdem von ihm dasFlufsbett selbst zu sehr vertieft wurde. 4) Da, wo also der Grund sehr beweglichist, das heifst, wo er aus feinem Sande besteht und der ström reifsenö wirkt, oderda, wo man dem Flusse, während des Brückenbaues, ein anderes Bett anweisen kann,III. Baud. 70