Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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werlies) dafür: dafs ein mit einem ÖOO pfund schweren Rammklotz«, bey 4 Fufs Fall-

höhe (bis xubs Stehen) eingeranimler Pfahl, die Last von 773,000 ?iund tragen kön-ne; wenn man nämlich nach Mariottes versuchen rechnete, nach welchen die Wir-kung eines zwey pfund zwey Unzen schweren, i u fallenden Körpers, dem Druckeiner 400 pfund schweren Last gleich ist. 2) Cessart nimmt in seiner Descriptiondes travaux hydrauliques Tom. 1. p. 5Ö an: dafs ein Pfahl bey der Brücke von Sau-mur. , wenigstens eine Last von 18Q.000 Pfunden tragen werde. 5} Habe ich s. 475des II. Bandes gezeigt: dafs ein mit einem 12Q0 Pfund schweren Rammklotze bis zumStehen eingerammter pfähl, die Last von 2,308,2Q0 pfunden trägt, ohne in den Grundtiefer eingedrückt zu werden, Uebrigens glaube ich auf diese im II. Bande citirteMaterie verweisen au können, da die darin aufgenommenen Cessartschen Versucheein grofses Licht über diese wichtige Sache verbreiten. Eine andere Betrachtungentsteht, wenn die pfähle vom Grunde entblöfst sind, dann tragen sie natürlich vielweniger; diesen Unfall mufs man daher Verhüten, und die Grundpfähle stets mit ei-ner festen Masse umgeben. Da man die Brückenpfeiler nur beyrn unzerstörbarenGrunde des Flusses ohne yorbau (empatement) bestehen lassen kann, so mufs vorder äufsern pfahlreihe desselben eine zweyte Reihe von Pfählen dergestalt eingerammtwerden, dafs immer ein Pfahl davon zwischen zwey pfählen jener äufsern Reihe desPfeilers .trifft, wie bey der Münchner -Brücke rab. 153 Fig. 4. geschieht

§. 361 . Zu den Grundpfählen kann man sich des Tannen-, Kiefern-, Erlen-,Lerchen- oder Eichenholzes, aber nicht des im Wasser nicht lange dauernden Ach-ten en Holzes bedienen, So sind z. B. alle Schleusen in Holland von Tannen- undKiefernholz fundirt. Einige Fundationen sind daselbst 800 Jahre alt, wie bey denSchleusen von ilalfwege, Helvoet, Amsterdamm und bey den von sparndamm; dennochhat man an ihren Gründungen keine Beschädigungen bemerkt! Ich selbst habe sechs-hundertjährige Fundationen ausgraben lassen, und das Tannenholz noch frisch erhal-ten gefunden.

$. 3Ö2. Ehe die Einrammung der Grundpfähle bewirkt werden kann, mulsda, wo sie zu stehen kommen, das Flufsbett von feinen Sand, Erde, pfählen, Wur-zeln und steinen, nicht aber festliegenden Kiesel mittler Gröfse *), so viel als mög-lich, gesäubert seyn; die defswegen anzuwendenden Methoden sind im II. ßde. S. 478bis 481 gelehrt. Bis .zu einer Tiefe von örey Fufs können die mit Wasserstiefelnversehenen Arbeiter die Ausräumungen bewerkstelligen, wozu sie sich der Schaufelnund des im I. Bande S. 248 beschriebenen Sandkrazers oder der Delonschen im n. u.Seite 487. erklärten Maschine, die man jedoch nur zur Aufforderung des weichenGrundes der Erde, des Schlammes und Sandes wird gebrauchen können, bedienen.

*) ■ Die Kiesel geben nämlich einen festen Boden, zumal wenn darauf frisch gelöschter Kalch ge-schüttet wird. Sie dürfen also nur so tief ausgehoben werden, als die Bewegung der Säge, wo-mit die Pfähle unter Wasser abe:eschnitten werden, es erfordert,

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