Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
558
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Kann diese Ausräumung nicht vollständig vollzogen werden, so wähle man so schwerepfähl schuhe 7 welche durch das im ■Flusse liegende Material hindurchdringen ; dieseskann (nach meiner Erfahrung) wenn es auch aus steinbrocken besteht, mit 12 bis1400 Pfund schweren Rarnmklötzen und pfahlschuben von 50 bis 60 rfund bewirktwerden. Die wähl solcher schweren pfähl schuhe und Rammklötze wird aber alsdannunvermeidlich, wenn die Grundpfähle durch ein altes in den sdufs gestürztes Gemäuerdringen und dasselbe zerspalten müssen ; welches verfahren eintritt, wo man übereine eingesUirzte Brücke einen neuen pfeiler zu gründen hat, und das bey dem recht-seitigen pfeiler der Münchner -Brücke (Tab. 133.) statt fand; die vollständige Ausräu-mung eines tief in den Flufs liegenden Gemäuers ist nämlich fast mit unüberwindli-chen Schwierigkeiten und Ungeheuern Kosten verknüpft. Bey einem solchen Fallmufs man das Rammen eines wenig einrückenden Pfahls auch alsdann nicht beendi-gen lassen, wenn er mit Ö0 Schlägen um nichts eindringt, im Fall bereits anderepfähle tiefer eingedrungen waren, sondern man mufs fortrammen lassen , bis er dasGemäuer durchstofsen hat, und in den natürlichen festen Grund eingedrungen ist.Ein Beyspiel hierüber ist bey der Beschreibung der Münchner - Brücke angeführtworden.

$. 3Ö3. Die länge der Grundpfäkle kann der Ingenieur nur mit einigeneinzurammenden probepfählen bestimmen, indem man dieselben bis zum Stehen,mit 1000 bis 1400 Pfund schweren oder noch schwerem Hammklötzen (II. R. S. 375und 57 5) einrammt und hinreichend schwere, die pfahlspitze einschliefsende eiserneschuhe wählt. In unsern Flüssen, deren Bett aus Kiesel, dann aus Thon besteht,dringen die mit solchen Rammklötzen getriebenen Pfahle 10 bis 18 Fufs in den na-türlichen Grund ein, selten aber tiefer.. Ihre stärke betrage am obern Ende wenig-stens zwölf zoll. Man wird auch immer sich davon zu überzeugen Gelegenheitfinden: dafs alle Rammpfähle eines pfeilers, bey einem festen Grunde, fast genau zuein und eben derselben Tiefe eindringen, weil der feste Boden oder Tuf gewöhnlichziemlich horizontal liegt.

§. 3Ö4. Die Zwischenräume der Grundpfähle eines Brückenpfeiler so derWiderlagers müssen, nachdem der Sand oder die weiche Erde und schlämm heraus-gebaggert, und alles Wurzelwerk herausgefördert ist (n. Band S. 583) mit Bruchstei-nen, Kieseln und frischgelöschtem Kalch, besser mit Cement oder Betonmörtel, mitZiegel oder steinbrocken und dünnen Mörtel, so tief gefüllt werden als man Willensist, den Rost ( 11 . b. s. 573 und 587) zu versenken. Diese nasse wird sich dann balderhärten und die Grundpfähle vollkommen mit einem festen Körper umgeben. "Wirdz. B. der Pfeiler mit einem Steinfachwerke, wie bey der Münchner - Brücke (t. 133.)umschlossen, so fülle man, unter dem pfeiler, den Raum mit Wassermörtel und stein-brocken, die Fachwerke der Umgebung aber mit steinen , Mörtel und frisch gelösch-tem Kalch. Wo ein solcher, den Pfeiler umgebende pfähl - und Schwellrost, wie