Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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trampen 0 befestiget wurde. 3) Die Säulen b waren unten vermittelst eiserner Win-kelhaken e Fig. 1Ö., die nach Legung der Steine lesgemacht werden, um die seiten-wände des Kastens fortnehmen zu können, befestigt. 4 ) Gegen die Rostplanken j fund die Rostschwelle g ist die Grundschwelle h der Ka&tenwände befestigt. 5 ) Da-mit diese letztem vom Strom nicht eingedrückt werden können, hat man von einerSeitenwand zur gegenüberstehenden, Zugbänder ii (Eig. 14 . 15 und 17.) angebrachtund die spitzen des Kastens Vermittelst der in Fig. 15. angegebenen Zimmerverbin-dung k k vollkommen gegen den Andrang der nochgewässer sicher gestellt. 6) Sowie die Fugen der Seitenwände mit Moos ausgestopft und kalfatert wurden, hat manauch die Fugen des Bodens dicht gemacht. 7 ) Alles übrige nolz, welches nicht zumpfeilerrost unter den steinen verbleibt, kann wieder benutzt werden ; der Kenner wirddaher diese Construction als änfserst zweckmäfsig erkennen und sie zur Nachahmungempfehlenswert!! finden. Bey dem ganzen Kasten verursacht der Arbeitslohn, das Moosund Eisenwerk, so wie das nicht ferner brauchbare Holz, höchstens eine Ausgabe vonzwey Hundert Gulden ; am U. July ist dieser Kasten versenkt worden.

$. 379 . Wiewohl die Methoden, in wasserdichten Kästen zu mauern, alle-mal vor d,er mit Fangdämmen den Vorzug , besonders da., wo der grofsen wasser-tiefe oder des felsigen Grundes und seiner Spaltungen wegen, die Fangdämme nie-mals das Wasser abhalten können, verdienen, so ist doch das untere Gemäuer derBrückenpfeiler in einem Kasten nur daselbst ohne einen pfähl - und schwellrost auf-zuführen , wenn ein solcher natürlicher Grund , der allen Angriffen des Stromes undder Eismassen zu widerstehen fähig ist, sich vorfindet, dieser auch vollkommen fürden Boden des Kastens geebnet ist und keine bedeutende Strömung statt findet ; woman also wegen künftiger Unterwaschung sicher seyn kann , nicht aber wegen derZusammenpressung des Grundes, welche oft nur allmähiig , nach verflossenem län-gen Zeitraum , eintritt. Indessen sind zwey der gröfsten Werke unserer zeit in ei-nem Kasten ohne pfahlgrund aufgeführt worden , nämlich die im H. Bande beschrie-bene Schiffsdocke bey Toulon und die Westminsterbrücke zu London ; aber bey derletztem wich der Grund auch unter einem pfeiler, so dafs zwey Bögen abgetragenund von Neuem aufgeführt werden mußten ; zu dem ersten Werke wurde der Grundmit Einschültung von steinbrocken und Mörtel sorgfältig zubereitet.

§. 380. Wenn nun die gemachten Erfahrungen berücksichtigt werden , so istes hinreichend , das Gemäuer eines Brückenpfeilers zwey bis drey Schuch unter demniedrigsten Wasserstande zu senken, im j'all der Pfeiler nicht höher als zwölf Schuhist, denn je mehr diese Hohe zunimmt, desto mehr Masse mufs man der Umgebungdes Pfeilers und seinem Körper j durch Werkstücklagen , zu geben suchen. Bey je-dem Schuh vermehrter Hohe lege man daher die Fundation drey zoll tiefer , so dafssie bey einem zwanzig schuh hohen pfeiler fünf Schuh tief unter dem niedrigstenWasser zu liegen komme, und lasse die Umgebung des pfeilers bis zu diesem Was-