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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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» nen Perm als Halbcylinder, ein vorzügliches vermögen, die Eisschollen zu zerbre-chen, und das Treibholz bleibt daran nicht hangen, weil es von der runden Mauerabgleitet. Führt der plufs aber starke Eisschollen, wie z. B. der nhein , die Weser ,die Elbe und Weichsel , so lasse man in des Vorpfeilers vordem Theil ab (F. 52. t. 134.)ein sechs zoll dickes aus Güfseisen bestehendes Prisma c. d. e. f. fünf Zoll tief ein,so, dafs es drey zoll mit einer seiner Kanten d heraus stehe. Diese Stange erhaltehinten drey Anker c. g.ih., nämlich oben , in der Mitte und unten. Sie bildenKreutze, und diese müssen nicht nur in die Mauer des voi’kopfes , sondern in deneigentlichen pfeiler eingelassen werden, um ein vollkommen sicheres Lager zu erhalten.Das Eis wird sich also auf dieses Eisen c d brechen, ohne den Vorkopf des pfeilers,seiner Stärke wegen, umzuwerfen, und dessen Form wird zur Sicherheit der Brücke bey-tragen. Solche Eisschienen oder Eisbrecher können auch angebracht werden , wenndie Spitze des obern Vorkopfes aus zwey Kreisstücken besteht, vor welche er nichtvorstehen, sondern selbst diese spitze bilden mag. Siehe Fig. 51. Tab. 154. Vondiesem prisma können einige eiserne Bänder k l in der Quere abgehen, und dieSteinfugen bedecken. Diese Bänder mögen mitten durch das prisma gehen, worindefswegen beym Gufs kleine oeffnungen gelassen seyn sollten.

§. 399 - VVas die Hohe der vorköpfe von den Brückenpfeilern anbetrift : sosollten ihre lothrechten Wände bis zum Anfang des Bogens , oder einige Schuh dar-über ; bey heftigem ström, bis zu den höchsten Wasserständen, hinaufgehen. Der obereTheil sollte mit einem Halbkegel, wenn der Vorkopf rund ist, gedeckt werden; zudieser Decke wähle man einen grofsen stein, und lasse ihn 6 bis 12 zoll vor derlothrechten Mauer vorstehen, und mit einem Stabe oder Wulst endigen , so, dafs erdie Wände des Vorkopfes gegen den Regen etwas schützt, und dieselben bekränzt,tvie diefs bey den Brücken von Cravant Tab. 130., von Neuilli Tab. 118., von de laDrome T. 129-» von München T. 133. und bey mehrern andern Brücken geschehen ist.Sind die Eismassen besonders heftig und gehen sie über den Anfang der BÖgen hin-auf, so führe man die vorpfeiler bis zum Brückenweg, wie ich bey der MühldorferBrücke (Tab. 124.) gethan habe, und wie diefs bey den Brücken von Madrid , Wiirz-burg, Dresden, westminster, und bey der Londonbrücke zu London geschehen ist IEine Methode, die nur bey solchen Flüssen , welche einen gefährlichen Eisgang füh-ren, unbedingt nolhwendig zu seyn scheint; welche ferner die grofse Fläche, dieman bey grofsen Bögen über die Pfeiler erhält, angenehm fürs Auge unterbricht.

Sie gewährt die Bequemlichkeit, dafs man auf der Brücke doppelt so viele platze alspfeiler, erhält, worauf sitzbänke fürs Publikum angebracht werden, oder worauf manStatuen stellt. Auch kann man durch eine solche Erhöhung der pfeiler, die alten 'Brücken verstärken und erweitern.

§. 400. Die hänge der vorköpfe von den Brückenpfeilern anhetreffend , sobetrage sie in Flüssen, welche keinen Eisgang führen, die Hälfte der pfeiler - Breite

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