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der Brücke, unvermeidlich. Nur wenige Brücken haben so fehlerhaft gebildete Vor-köpfe , worunter die von Mazeres und Riencros (Tab. 12Q.) gehören.
Aus diesen Betrachtungen folgt: dafs auch die mit Ecken gebrochenen Vor-köpfe nichts taugen. Die Brücken von Blois , Montignac und Mastricht haben solcheYorköpfe; man sehe Tab. 12Q. die Grundrisse der pfeiler. Bildet die vordere Spitzedes Yorkopfes ein rechtwinklichtes Dreyeck, so ist zwar der Aufstau vor dem Pfeilergeringer, aber immer bedeutender, als wenn sie ein gleichseitiges Dreyeck macht,und dieses verdient, wegen der Ableitung des Stromes von den Seitenflächen derpfeiler-Fundation, den Vorzug vor dem rechtwinklichten. Nach dem ersten sindbeyde Vorköpfe an der Brücke St. Esprit über die Rhone (Tab. 12Q.) gebildet. Beyder nach Dreyecken geformten Spitze des Vorkopfes tritt jedoch der Umstand ein:
1) dafs die Eism'assen und das Treibholz ihre scharfen Kanten abstossen, und wennsie nach einer schiefen Richtung darauf fallen, ganze Steinlagen herunter reissen,
2) dafs sie der Brücke kein schönes Ansehen geben, grofse Verlängerungen des vor-fufses vom pfeiler nothwendig machen, ohne den pfeiler selbst besonders zu ver-stärken, und endlich einem heftigen Eisgänge keinen hinreichenden Widerstand dar-bieten.
Werden die Vorköpfe der pfeiler und besonders die obern nach einem Halb-kreise oder nach Ellypsen, wie bey den Brücken von Neuilli, Orleans , Frouard und beymeinem Entwürfe der Brücke von München , abgerundet, so erhält man zwar dichtvor dem pfeiler einen höhern Aufstau des Wassers, als beym gleichseitigen Dreyeck,aber das Wasser theilt sich nicht so gewaltsam, und die Stromfäden erreichen nichtmehr die seitenwände des Pfeilers; schlagen vielmehr an dessen unteren Spitze an,und ist diese auch nach einem Halbkreise oder besser nach zwey Kreisstücken ge-bildet : so fallen die Stromfäden erst auf eine bedeutende Entfernung vom pfeiler zursammen. In dem Zwischenraum, welchen sie bilden, legt sich dann eine aus Materialbestehende Bank an, die den pfeiler gegen alle Unterwaschung sichert. Dieser Erfolgist bey der Brücke von Mühldorf (Tab. 124.) und bey der von mir vor zwey Jahrenüber die lsar erbaueten Bogenbrücke bey München und allen Umgebungen der jochevon den Bogenbrücken, die ich nach dieser Form habe pflastern lassen, eingetreten.Man kann daher den Obern - Vorkopf eines Brückenpfeilers nach einem Halbkreiseoder einer Ellypse bilden, und den untern aus zwey Kreisstücken, deren Radiuse ^von der Dicke der pfeiler (Fig. 59 . Tab. 154.) oder vollkommen diese Dicke betragenmögen. Giebt inan aber dem untern Vorfufs eine Spitze, so construire man auchden untern vorkopf des Pfeilers nach einem Halbkreise, weil diese Spitze schon denStrom vortheilhaft trennt, und der Halbkreis diesem Vorkopfe mehr Masse giebt,als wenn er aus zwey Kreisstücken gebildet ist; eine Regel, die ich bey den pfeilernder Münchener Brücke beobachtet habe. Ist der obere Vorkopf nach einem Halb-kreise abgerundet, so erhält er vermöge seiner Körpermasse und seiner geschlosse-