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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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nach einem Halb Zirkel gebildet ist; auch gab er das Maafs des Druckes an, den einsolches Gewölbe auf die Widerlager ausübe.

Couplet gab in diesdn Me'moiren von 172Q und 1730 zwey Abhandlungen»über den Druck der Gewölbe; in der ersten nimmt er die Gewölbsteine als vollkom-men polirt, in der zweyten aber, als so rauh an, dafs sie übereinander nicht zurutschen vermögen; zwey Hypothesen, welche sich gleichweit von der Wahrheit entrfernen.

Die Regel von nerant, in seinem Traite d’Architecture des voutes, scheintsich auf kein? Prinzip zu stützen. Demungeachtet ward sie von Blondei, in seinemCours d’Aarchitecture, von Dechallelles und in der Folge von la Rue angenommen.Sie besteht darin: die innere Curve irgend eines Gewölbes wird in drey gleiche Theilsgetheilt, alsdann zieht man die Sehne al (Fig. 2Q.), verlängert sie, bis a 4 ^ a 2wird, und errichtet durch diesen Punct 4 eine verticale d$f, welche mit a e dieDicke des Widerlagers bestimmt. Man sieht, dafs bey diesem Verfahren weder aufdie Dicke und Form der äussern Krümmung des Gewölbes noch auf die Höhe derWiderlager Rücksicht genommen wird. Für ein oben horizontal abgeflächtes Halbzir-kelgewölbe, giebt diese Methode die Dicke der AViderlager gewöhnlich viel zu grofs.

Die vom Gautier angegebene Methode ist noch fehlerhafter als die von De-rand, die doch der erste verbessern wollte. Bey seiner Methode ist nur auf denDiameter und die* Höhe des Eogens Rücksicht genommen. Man zieht nach dersel-ben nämlich vom Anfang des innern cogens an dessen Mitte die Linie bc (F. 2Q. t. 134.)aus dem Puncte b als Mittelpunct mit b e als Radius den Quadraten n c g ,. durchden Durchschnittspunct i der sehne ng mit cb die Horizontale il, verlängert siebis k, wo kl — il ist, und fällt von k die Verticale kr, welche mit der parallelebe die Dicke des Widerlagers angiebt. Diese Methode giebt noch gröfsere Dickenals die vorhergehende. Gautier hat sich übrigens bemüht, aus den Bauwerken desAlterthums die Höhe der keilförmigen steine für Halbzirkelgewölbe nach ihrer Weitezu bestimmen. Er nimmt der Bogenweite zur Höhe der Gewölbsteine an.

Belidor baute die in seinen Ingenieur-Wissenschaften vom Jahre 172Q vorge-tragene Theorie der Gewölbe gröfstentheils auf die Prinzipien des la Hire . Er nimmtan, dafs jedes Halbzirkelgewölbe (Fig. 34 .) so wie jedes andere aus gleich grofsenGewölbsteinen ohne irgend ein fremdes Verbindungsmittel bestehe, deren Schwer,puncte so liegen, dafs eine gerade Linie durch je zwey benachbarte schwerpuncteperpendiculär auf ihre gemeinschaftliche Fuge ist und deren gegenseitig sich berüh-rende Flächen so polirt sind, dafs sie volle Freyheit haben übereinander zu glitschen,im Fall nicht äussere umstände es hindern. Die Schwere eines jeden solchen Gewölb-steines z. B. ii 2 2, dessen schwerpunct in 4 und nach der Richtung 4 3 wirkt, wirdin ihren auf die Flächen ii, 2 2 der zunächst anliegenden steine perpendiculären Sei-