nen des zweyten Versuches gerade entgegen sind. Der vierte Versuch hatte ein Halb-zirkelgewölb, dessen Schenkel mit einem Mauerwerk aus Ziegeln belastet waren, zumGegenstand. (Fig. 4Ö.. Tab. 154.) Nachdem der Mörtel dieses Mauerwerks ein weniggetrocknet war, erniedrigte man -den Lehrbogen um Q'", ohne ein setzen des Gewöl-bes zu bemerken. Eine allmählige Belastung des Schlufses bis zu 125 pfund erzeugtedie in Fig. 46. zu sehenden Fugenöffnungen. Bey Hinwegnehmung dieser Last giengdas Gewölb plötzlich wieder in seinen ersten Zustand zurück. Eine auf das Gewölbgelegte , in der Mitte mit QOO Pfund und dem Gewicht zweyer Personen beschwerteBohle von 6' 4 \ u Länge, deren Enden von denen des Gewölbes auf jeder Seite um10" abstanden, brachte im schlufs, in den Anfängen des Gewölbes und zwischenden Tten und Sten Gewölbsteinen jeder Seite Fugentrennungen hervor, ein Fall, wel-cher in Praxis bey Gewölben eintreten mag, die oben eine sehr grofse Last von'Mauer-werk , Erde oder Wasser zu tragen haben. Der fünfte versuch wurde mit einem zuein Drittheil gedruckten, gleichdicken Korbgewölb von gleichförmigster Krümmungdreyer Kreisbögen gemacht. Dabey ereigneten sich denen des ersten Versuches ähn-liche Erscheinungen, und es bestätigten sich die aus jenen hervorgegangenen Folge-rungen. Der sechste und siebente versuch mit dem vorigen, aber mit einer Schnurgespannten Modell, welches im 7ten Versuch auf 10" hohe Widerlager von der Dickedes Gewölbes gestellt wurde, zeigte dem zweyten versuch analoge Erscheinungen.Der achte Versuch gieng an dem in Fig. 47. dargestellten Modell vor, welches beyErniedrigung des Lehrbogens die in dieser Figur bemerkten Spaltungen zeigte, einBeweis von der zu geringen stärke der Widerlager . Im neunten versuch wurden dieWiderlager des Gewölbes mit strebebohlen versehen, und es ergaben sich ähnlicheErscheinungen, wie im vierten Versuch. (Fig. 46.) Der mit einem ein Vierthei] ge-druckten Korbgewölbe von gleichförmigster Krümmung dreyer zirkelstücke, angesteiltezehnte und eilfte versuch wurde wiederholt, nachdem das Gewölb, welches anfangsunmittelbar auf seinen untersten Gewölbsteinen ruhte, auf 10" hohe Widerlager vonder Dicke des Gewölbes gestellt wurde. Diese Versuche gaben ähnliche im erstenund fünften, im zweyten und sechsten versuch angegebene Erscheinungen. Im vier-zehnten Versuch an dem vorigen Modell, dessen Schenkel aber mit einem 4" vonden untersten Gewölbsteinen aufgeführten Mauerwerk belastet wurden, und im fünf-zehnten versuch, worin dieses modell auf 13" hohe und 8" dicke Widerlager gestelltwurde (Fig. 48.), senkte sich das Gewölb auf den g /// erniedrigten Lehrbogen. Imsechszehnten Versuch war ein gleichdickes 500 vfund schweres Kreisgewölb von8' oefFnung und 2' Höhe, von 106° 15' 56", aus 36 Gewölbsteinen von 4" Hohe,auf Q-f" hohe und 9" breite auf hölzernen ünterlagern ruhende Steinklötze von un-gefähr 160 pfund schwere gestellt, und zeigte nach der Ausrüstung im schlufs nachinnen, und zwischen den 2teri und 3ten Gewölbsteinen jeder Seite nach aussen Fugen-trennungen, indem die Klötze auf den 2' ungefähr von ihren hintern Kanten befind-
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