Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Fugenschnitt jedes Steines bearbeitet, und in Form einer itahme war. Man gebrauchtedie so zubereiteten und zu einem Versuch schon angewendeten Gewölbsteine zuneuen Versuchen, indem man das einen stein bildende ziegelpaar mit einem Meisseitrennte, und nach dem Fugenschnitt der neuen Gewölbsteine Zuschnitt. Diese Ge-wölbsteine wurden, ohne Mörtel zwischen den Fugen, auf zwey parallelen Lehrbögenaus Brettern aufgesetzt. Der erste Versuch wurde an einem gleich dicken Halbzirkel-gewölb, aus 48 Gewölbsteinen, jeder zu 7 ff Pfund schwere, angestellt. Als mandie obern Gewölbsteine auf jeder Seite legte, bemerkte man ein Emporsteigen deruntern Steine vom Lehrbogen. Nach Verlauf einiger Tage , vor Legung des schlufs-steines, hatten sich die untern 10 bis 11 steine jeder Seite vom Lehrbogen dergestaltentfernt, dafs ungefähr der mittlere dieser Steinreihe den gröfsten zwvischenraum,zwischen sich und dem Lehrbogen, von einer Linie bildete, und dieser Zwischen-raum, nach oben nnd unten zu, fast gleich abnahm. Hieraus folgt, dafs ein gleichdickes Flalbzirkelgewölb, aus einer grofsen Anzahl von losen Steinen zusammen ge-setzt, über seinen Anfängen einen Bogen von Gewölbsteinen hat, welcher vom Lehr-bogen nicht getragen wird, und dafs in einer stelle dieses Bogens ein Bruch desGewölbes statt findet. Als der schlufsstein gelegt, und der Lehrbogen um 9 "' ge-senkt wurde: spaltete sich jede Seite des Gewölbes in zwey Hauptpuncten, so dafsein tieferes senken des Lehrbogens wahrscheinlich den Einsturz des Gewölbes nachsich gezogen hätte. Das Gewölb öffnete sieh auf jeder Seite zwischen dem 7ten und8 . stein (von unten an gerechnet) nach aussen zu, ferner links zwischen dem lötenund l 6 ., und rechts zwischen dem 14 ten und l 6 . nach innen. Die 7 obern steinejeder Seite ruhten auf dem Lelirbogen, die andern unterhalb entfernten sich von ihm.Ein Beweis , dafs gleichdicke Halbzirkelgewölbe, deren Dicke gleich dem 24ten Theilder Oeffnung ist, durch sich selbst ohne Belastung der Schenkel sich nicht unter-stützen können. Der zweyte Versuch mit dem nämlichen Modell wurde dahin abge-ändert, dafs die untere Hälfte jedes halben Gewölbbogens durch eine um sie gelegteund mit einem Gewicht von 100 pfund gespannte schnür zusammen gehalten wurde,wodurch das Gewölb, nach einer Senkung des Lehrbogens im Scblufs um 8 Linien,in 4 Theile, im Scblufs und in den Anfängen nach innen und zwischen den 6 tenund Ilten Gewölbsteinen nach aussen sich spaltend, aber sich unterstützend, zeigte.Als man nur den untern Viertheil jedes halben Gewölbbogens mit einer Spannkraftvon 150 Pf. zusammenhielt, und den Lehrbogen um IS"' senkte: ruhten die 3 schlufs-steine noch auf ihn, und das ganze Gewölb wäre bey einem tiefem senken des Lehr-bogens ohne Zweifel eingestürzt. Der dritte Versuch bestund darin, dafs man 5 Acht-theil jedes halben Gewölbbogens mit einer schnür umschlang, an deren untern] Endein Gewicht von 450 Pfund hieng, wodurch die Schlufssteine nach aufsen, und dieim zweyten versuch bemerkten Stellen der Lenden nach innen, Spaltungen erhielten,so dafs die schlufssteine in die Hohe zu steigen drohten; Erscheinungen, welche de-in. Band. 83