668
nen widerstand zu leisten. Es hat daher bey dieser -Brüche, weil alte Ziegel genugvorhanden waren, und die hohe Chaussee ohnehin Stützmauern erforderte, das Wider-lager sechs schuh mehr zur stärke erhalten, als jene negel" angiebt, und es ist dasSeite 597. festgesetzte Yerhältnifs wie 1 : 3,2, das sind 30' angenommen worden.
Die Dicke ihrer Widerlager (5 *) .beträgt in Rücksichtdes Ümdrehens
des Verschiebens
nach
D.erand
nach
Gautier
nach
Belidor
nach
Rondelet
nach
Berard
nach
B.erard
nach den Seite595 und 597 vomVerfasser diesesWerkes gegebe-nen Regeln
Fufs.
Fufs.
Fürs.
Fufs.
Fufs.
Fufs.
Fufs.
32
39
6,6
3,4
10 *)
13,5 **)
27.4 ***)
28.5 ****)
24, oder 30bey diesemflachen Bogen,
§. 405. Die Decoration der Brücken kann nur dem wahren Kenner alsdanngefallen, wenn Sie einfach und aus solchen Gliedern oder Verzierungen besteht, wel-che wesentlich zur Brücke gehören. Wie schön ist nicht die Brücke von Neuilly (t., 119.)? wie gesucht sind dagegen die bey der Eintrachtsbrücke zu -Paris T. 124.angebrachten Eekränzungen und Brustmauern'? Man begnüge sich daher mit einigenstark hervor stehenden Gliedern im Cordon oder der Bekränzung der Brücke, welchezur Herausrückung des Geländers über die zwo Seitenflächen der Bogen, dienen kann,wie bey den Brücken von Dresden und München ; man lasse alle Säulen, Pilasterund andere sogenannte Zierrathen weg, die man die Verzerrungen des architectoni-schen Characters eines jeden Gebäudes, insbesondere aber einer Brücke, nennen könnte.2) Will man der Brückenmasse ein leichtes Ansehen gehen: so mögen eiserne Gelän-der die stelle der steinernen Brustmauern vertreten, wie bey der Westininster-Briickezu London, und der Brücke zu Dresden geschehen ist; welche ich auch bey der Brückezu München gewählt habe. 3 ) Schlielsen die zwo Schenkel der Bogen eine zu grofse
*) Diese Dimension ist die grüfsere der aus den zwey .Anniiherungsformeln für Gewölbe zweyterArt hervorgehenden Dimensionen.
**) Der Reibungscoefficient ist " 2» und der Gewölbbogen durch die Widerlager bis zum Rostfortgesetzt angenommen.
***} Der Reibungscoefficient ist der vorhergehende, die Fortsetzung des Gewölbbogens aber nichtangenommen.
•***) D' iese Fortsetzung gilt, der Reibungscoefficient aber ist *— 3- Durch diese Dicke von 28*5*sind die Widerlager .gegen den .Fall des Ümdrehens und des Verschiebens zugleich gesichert,
(5 *) Die Dicke der Pfeiler betragt nach Berard , mit Abstraction des von dem nächsten Gewölb-bogen -entstehenden horizontalen Gegendruckes, 10 Fufs , nach der S. 585* gegebenen Regelaber ß Fufs, jedoch mit Rücksicht auf den Gegendruck des nächsten ^Gewölbhogens und derFestigkeit der Steine.
o