Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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ll) Auch die zur Sicherheit‘der Brüche und zur Bequemlichkeit des Verkehrs dienen-den Ufer- oder Kaimauern, welche von der Brücke ab und längs den Flufsufern gehen,lasse man aus Werkstücken oder guten Ziegel bestehn, und führe dieselben so weitflufsauf- und flufsabwärts, als die Mittel zu ihrer Anlage reichen. Endlich mufs 12)für eine helle Beleuchtung der Brücke gesorgt werden.

40Ö. Die construction der Lehrgerüste (cintres) zu den Gewölben, wor-über diese aufgeführt werden, spielt beym Bau der steinernen Brücken eine sehrwichtige Rolle, weil diese Gerüste die gesammte Last eines Bogens so lange tragenmüssen, bis die schlufssteine (clefs) gesetzt sind. Unter dem Lehrgerüste eines Ge-wölbes , also auch der Brücken-Bogen, versteht man eine solche Verbindung von ge-zimmerten Holzern, welche oberhalb, nach der Form des Gewölbes, dergestalt einge-richtet ist, dafs es dem Druck desselben zu widerstehen vermag, ohne sich auf einefür das Gewölbe schädliche Weise zu biegen, oder aufwärts d. i. nach dem Gipfelgeprefst zu werden. Setzt man solche Gerüste ohne zwischen-Unterstützungen, mitihren Enden, gegen öder auf die Widerlager des cogens: so heifsen sie Angelehnle-preystehende- oder Bogenförmige - Lehrgerüste , oder Aufgeschürzte-Gerüste (cintresretroussees) oder polygon - Gerüste (cintres formes des polygons), weil sie ein in demGewölbhogen beschriebenes Polygon bilden. Jedes Lehrgerüst der Art, wie z. B. daszur Brücke von Neuilli gebrauchte und in l-’ig. 50. xab. 130. gezeichnete, besteht ausmehrern einzelnen der Länge des Bogens nach verbundenen Zimmerungen (Fermesretrousse'es) die ich Gerüst-Rippen *) oder Bogenförmige - Rippen nenne, und die manauf fünf bis acht Schuh Abstand stellt. Diejenigen wagerecht liegenden schwellen ee(moises horizontales) womit man diese Rippen untereinander zu einem stabilen Gan-zen verbindet, bezeichne ich mit rerbindungsschweilen. Solche Bauhölzer cc Fig. 43.,welche vorzüglich die Spannung und Tragkraft einer Gerüstrippe bewirken, die öftersaus gekuppelten Balken bestehen und die Franzosen arbaletriers nennen, bezeichneich mit Hauptträger, spannträger, sprengstreben oder polygon -streben-, weil sie nacheinem in den Bogen beschriebenen polygon gestellt werden. Streben a b (Fig. 43.),auf welchen die Endepuncte eines Lehrgerüstes ruhen, heifsen, wenn sie schräg ste-hen, (jambes de force); stützstreben oder triderlagstreben, wenn das Gerüst dagegenansteht; stehen diese lothrecht, so nennt man sie Ständer, (poteaux). Solche Holz-stücke oder Säulen, an welchen einige Theile des Gerüstes gleichsam hängen, odervon denen sie nach oben gezogen werden, heifsen Hängesäulen dd (moises pendantes)die mittlere Säule heifst französisch poimjon. Diejenigen horizontal oder schief liegendenBalken, welche die gleichnamigen Theile eines solchen Gerüstes auseinanderspannen,nenne ich spann-niegel mm Fig. 42, (entraits); verbinden sie blos diese xheile,so sind es Riegel-, franz. entretoises; womit die Franzosen zuweilen auch die an eingemeinschaftliches Bauholz oder gegeneinander stofsenden streben bezeichnen, die ich*) Fig. 45. Tab. 130. stellt die Rippe eines solchen Lehrgerüstes dar.

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