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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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' $. 5. Die Dicke des aus Material gemachten strafsenkörpers a c, d a (Fig. 2.)

ist in Hinsicht der Oeconomie und langen Dauer der strafsen ein wichtiger Gegen-stand und verdient die ganze Aufmerksamkeit der practischen strafsenbaukundigen.Es ist daher nothwendig, die obere Decke c, b. d so stark zu machen, dafs sie we-der von den schwersten landesüblichen Fuhrwerken noch vom schweren Geschütze,und zwar bey nasser Witterung, bis auf den Grundbau a. b. a durchgedrückt werde.Auch darf der Körper, welcher den Fahrweg bildet, nicht auseinander geprefst wer-den; man inufs ihn also zwischen zwey steinreihen c. d einschliefsen, die man wand-steine nennt. Nach der Erfahrung, welche die in den aheingegenden bestehendenStrafsen, auf denen Fuhrwerke gehen, von welchen einige selbst die ungeheure Lastvon zweyhunderi Centner laden, darbieten, wird diese Bedingung eintreten: wenna) das Steinpflaster a.b.a, nachdem die Gründung g. h mit pferdesturzkarren rechtfest so aufgefahren ist, wie ich es in der Deichbaukunde I. a. S. 581. u. s. w. vorgeschriebenhabe, in der Mitte eine Dicke von zehn bis zwölf zoll erhält, und die obern ausklein geschlagenen Bruchstein oder Kies bestehende Decke c.b.d sechs bis acht Zollhoch wird: nämlich, wenn der strafsenkörper bereits zusammen gefahren ist. Wiediese steinlagen aber anfänglich beym Bau einzurichten sind, darüber kommt untendas Nähere vor. b) Bey blos geschlagenen Bruchsteinen (Fig. 3. a ) mufs die neckevier und zwanzig bis sechs und zwanzig, und c) bey Kies - strafsen (Fig. 7. a. d)sechs und zwanzig zoll betragen. Felsenboden hingegen betrachtet man als dieGrundlage oder den Grundbau, und es ist daher auf demselben eine Decklage vonsechs bis acht Zoll zerschlagenen Bruchsteinen oder Kies hinreichend hoch , wenndie strafse von Lastwägen befahren wird. Diese Bestimmungen beziehen sich alleauf grofsen Lastwägen mit schmalfelgigten Rädern: denn was solche strafsen, auf de-nen breitfelgigte Räder im Gebrauch sind, anbetrifft, oder die von Fuhrwerken mitt-lerer schwere befahren werden, welche 100 Centner führen: so mufs ich bemerken,dafs man auch auf die Natur des Bodens Rücksicht nehmen müsse, dafs diese Dickegröfser beym leichten sandigen Boden als auf Thon festzusetzen sey, und dafs manauch die Härte oder weiche des Materials, womit die pahrstrafse gemacht werdenkann, und endlich die Gröfse und schwere der Fuhrwerke, und ob diese breitfelgigteRäder haben, welche eine solche bedeutende Dicke der Decklage nicht nothwendigmachen, zu beachten habe.

Die Dicke des strafsenkörpers ist, ausser in England, wo die breitfelgiglenRäder eine sehr geringe Dicke zulassen, indem die Kies -strafsen zwischen London und Dower, nur ein Kiesbett von 12 bis 15 zoll Hohe haben, fast überall übertrie-ben worden, woran ohne Zweifel die Nachrichten schuld sind, welche man von denrömischen Strafsen hat, die uns von ihrem starken Körper erzählen, und dafs sieaus mehrern steinlagen und Cementgufs gemacht seyen! Zuverläfsig übertreibt manaber die Sache, wenn man glaubt , dafs die Römer guten Cement zu ihren strafsen