Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
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sechs' schuh breit ausgesprengt, und es trägt eine solche vorläufige Aussprengungoder Tracirung des strafsenzuges, während der Arbeit, sehr Mel zum guten Fortgängeder gesammten Bauunternehmung bey.

$. 31. Manche unter meinen Lesern werden eine practische Erläuterung überdie Anlage einer Futtermauer an einem schroffen Felsen zu lesen wünschen, und ichhin verbunden, ihrem wünsche zu .-entsprechen. Am besten werde ich die Art und.weise, wie eine Stützmauer vor einer Felsenwand aufgeführt wird, erklären können«wenn ich die Methode zeige, wie an einer-bestehenden strafse eine solche eingestürzteStützmauer wieder 'aufgebauet wird. Diesen Fall wähle ich auch defswegen, um zu-gleich die Methode zu zeigen., wie man sich beym Abstiitz-en des unterhalb der strafs#liegenden Steingerölles oder der Berglehnen, welches den Absturz der strafse selbstzur Folge hat, helfen; die Stützmauern an den schroffsten Felsen aufführen, und dieStrafse,selbst schleunig wieder hersteilen könne. Ich nehme nun den Fall an : dafs eineander Felsenwand a b Fig. 17. (t. 121.) gestandene Stützmauer eingestürzt sey. Das erste,was also geschehen mufs, ist die Einrichtung einer hölzernen, aus einem verzahntensalken tragenden Hängewerke a. f. b, bestehenden Nothbmcke, welche über ein ausschrägstützen bestehendes Holzgerüste zusammen gesetzt wird. Dann werden dieArbeiter, mittelst Hebezeuge und Seile, in den Abgrund herab gelassen. Jetzt lassendie oben auf der Brücke oder auf den noch stehenden strafsen-Enden a und b befind-lichen Arbeiter die geschifteten Hängesäulen f e, welche nach und nach zur Tragungdes Arbeitsgerüstes., so wie des schufsgerinnes a c dienen, herunter. Auf diesemletztem läfst man die kleinen Rollwagen, welche einen mit Mörtel und Steinen gefülltenKasten (beym Bergbaue, Hund genannt) tragen, herab gleiten. Der leere Steinwagen,in welchen sich des Abends die Arbeiter setzen., wird mittelst einer durch Seile anBäume oder reisen festgebundenen winde g aufgezogen. Die Arbeits- und Material-Pritschen dd werden, je nachdem die Futtermauer empor steigt, an den Laufhölzernf und e hinauf geschoben, und mittelst der darein gesteckten hölzernen Nägel befe-stigt. Auf der Brücke oder den zwey strafsen-Enden b und a stehe eine Hebemaschine(Erahnen), mit welcher die Werkstücke herunter gelassen, und in'ihr Lager gesetztwerden. Anstatt eines Krahuens kann man sich auch des sogenannten Richtbaumesund der Flaschenzüge bedienen» Ist vermittelst dieser Hülfsmittel und guter Materia-lien die Futtermauer dauerhaft bis zur Strafsenhöhe aufgeführt, so wird der zwischenihr und dem Felsen entstandene Zwischenraum mit steingerölle oder den abgespreng-ten Felsenstücken gefüllt. Nachdem die Arbeit so weit gediehen ist, dafs die Masse desFahrhelles selbst angelegt werden kann,, so wird die Nothbriicke a b abgenommen»und die strafse vollendet. Damit aber dergleichen Futtermauern oder gewölbte Bogenvon den jenseits der strafse abgesprengten Felsenstücken nicht beschädigt werden mögen;so mufs, ehe sie vollständig angelegt werden, die Sprengung der nahen Felsenwändevollendet seyn. Die Felsenstücke selbst sind dann auf die Seite .zu wälzen, und zur strafsezu verwenden»