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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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ERSTES BUCH.

Interdum adoerso glomeralus turbine CorusIn media ora nives füscis agil horridus alis.

Aut rursum immani stridens aculsa procellaAudacis rapit arma viri, volrensque per orbemContorla rolat in nubes sublimia flatu.

Simler, De alpibus, gibt viele Stellen aus Silius,da allegleichzeitigen Schriftsteller, weiche von den Alpen handeln,denselben anführten, dürfe er ihn nicht übergehen. Siliusbeschreibt die Beschwerden einer Ueberschreilung der Alpen,die Tod bringenden Lawinen, die Gefahren, welche Ilanni-bals Heer zu überwinden hatte, und Anderes, das eine ver-traute Kenntniss mit der Alpenwelt voraussetzt. Altmannübersetzt die Stelle: üb. 111, 479:

Cuncla gelu canaque lelernum grandine tectaAtque tevi glaciem cohibent; riget ardua montisAeiherei facies, svrgentique oboia l'hcebo ,

Duratas nescil flammis mollire pruinas.

Quantum Tartareus regni pallentis MalusAd manes imos atque atrce stagna paludisA supera tellure patel: tarn longa per aurasErigitur tellus, et ctelvm inlercipit umbra.

Nullum rer usquam; nullique wstatis honores;

Sola jugis habital diris, sedesque lueturPerpetuas deformis hierns; illa undique nubesHuc atras agit, et mixtos cum grandine nimbos.

Auch Claudians 1 ) Gedichte, wo vom Feldzug Stilicos durch die Rhälischen Alpen die Rede ist, und an an-deren Stellen, wurden in älterer Zeit häufig citirt.

') Claudius Claudianus, aus Aegypten, griechischer und rö-mischer Dichter des 4. und 5. Jahrh. Die von ihm übrig ge-bliebenen lateinischen Gedichte sind Epigramme, Panegyriken,Satyren ; die bedeutendsten sind Epopäen über den Raub derProserpina und die Gigantomachie.