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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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192
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absolute Höhen gegeben hätte, zu verzichten. Mit Hülfe desgegen die Milte des Jahrhunderts erfundenen Barometerswar indess. 1648, nach Pascals Anleitung, die Höhe desPuy de Dome bestimmt worden, und mathematische Phy-siker. mit denen Sch. in Verbindung stand, hatten auf ver-schiedene Weise versucht, die Methode der barometrischenHöhenbestimmung auszubilden. Es lag daher nahe, dassSch. dieser, ohnehin weniger umständlichen Methode denVorzug gab. Die Methode war jedoch nur sehr roh skiz-ziit. Sowohl Mariotte als Cassini hatten Taleln berechnet,nach welchen zu einer gegebenen (erhöhe die Höhe

des Ortes ober dem Meere ge ' u werden konnte; da aberdarin, weder auf die Temperatur der Luft und des Queck-silbers, noch auf die Schwankungen des Barometers Rück-sicht genommen war, so liessen beide nur sehr unsichereHesultate erwarten. So fand Sch. 1 ) im J. 1705 die Höhe inPariserfussen

Nach Mariotte. Nach Cassini.

Gotthard HospizZweite. MessungEurca

Engelberger Joch

5113

0848

4908

7002

5550

7092

5849

8181

Wahre Höhe.

0443

7499

0890

Auch die vielen anderen Bestimmungen, die Höhen desPilatus, Julier . Septimer, Splügen , der Gemini u. s. w. dif-feriren unter sich und mit den neueren Bestimmungen oftum mehr als tausend Kuss. Etwas später berechneteder Bruder von Sch., Johann Scheuchzer, nach Be-obachtungen, die er, 1709, am Kuss und in der Höhe einer714 Kuss hohen Kriswand bei Plafers gemacht halte,eine dritte Tafel, der sich Jacob Scheuchzer häufig be-dient hat. im Jahr 172S wurden während vier Monaten

') Naturg. des Scliw.-L. cd. Sulzer , I, 42.

J ) Naturg. des Scliw.-L. Ilt, 11), oder Stoieheiogr. p..