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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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197
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J. J. SCHEUCHZF.R.

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Rauchlopasen, Kryslallen mit Einschlüssen u. s. w. In dervierten Reise, 1705, werden die Wirtiie von Amsläg, Fleierin Andermatt , Müller in Hospital als Händler genannt. HieHauptwaare bestand in Bergkrystallen; die reinsten ver-kaufte man nach Mailand zum Schleifen. Unter den übrigenStucken werden angeführt: Krystalle mit Einschlüssen,Wassertropfen, Ueberzugen, Irisfarben, schwarze und brauneBergkryslalle, Amethyst; auch den rollten Flussspath glaubtman in den unsicheren Beschreibungen zu erkennen. Angabenund Nachrichten von schweizerischen Mineralien sind vielein Sch.s Naturgeschichten enthalten. Eine Zählung seinerSammlung ist dem Museum dilmianmn, 1716, angehängt.Unter 1995 Stucken befanden sich 6G7 schweizerische, dieaber, wenn man 68 Stück Erdarten, 49 Felsarten undKiesel, 63 Tufsteine und Stalaktiten, 59 Bclemniten undCalculi abzieht, sich auf 428 reduciren. Vieles hatte Sch.unter den Geschieben der SihI gesammelt. Ein vollständigesVerzeichniss schweizerischer Mineralien erschien in derOryrtographia helvelica , 1718. Es ist, nach Woodward, in6 Glassen geordnet und, bei zahlreich vertretenen Arten,sind die Fundorte nach der Reihe der Cantone angegeben.Man findet darin die wenigsten der jetzt bekannten Schweizer-mineralien wieder; einige mögen unter falschen oder un-bestimmten Namen Vorkommen, so Gyps, Kalkspaih undFlussspath, wohl auch Feldspath , unter Seiendes und An-drodamas, einer schon von Plinius gebrauchten Benennung.Sehr gerühmt wird z. B. der ausgezeichnete Selenites rhom-boidalis aus einer Höhle am Kamor in Appenzell >), einKalkspath, den ihm Pfarrer Fäsi von Altstetten geschicktund beschrieben hatte, so wie auch der Androdamas cubicuset pyramidalis phosphuricus ex agro Bernensi, der vonDufay in Paris näher untersucht wurde J ). Der Androdamas

') Specimen lithogr. helveticae.a ) Mem. de lAead. 1724, hist. p. 58.