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DRITTES Bl'CIl.
rvbri cotoris. ein schöner rnbinrother Wiirfelkrystall ausUri, ist vielleicht Flussspath.— ln einem Brief an Sloaue 1 )berichtet Sch. von den grossen wasserhellen Bergkrystallen,die an der Grimsel gefunden wurden und sich nun, zumKauf angeboten, bei Pfarrer Frischinti in Hasle befanden,„pretio haud culgari quod forte preeler purilatem excusatrara inagnitudo“ Das Gewicht einzelner dieser Krys 1 allebetrug bis 1'/* Cenlner; als Preis von 1 Pfund wurden4 Florin bis 1 7* Louisdor gefordert. Der grösste und reinstedieser Krystaile sei 2 F. 9'/a Zoll lang, habe 3 F. 7 1 2 Z.Umfang und wäge 2'/ 2 Uentner. Zwei dieser Krystaile undeine weniger klare Druse befinden sich auf dem Museum inBern . — Die Felsarten des Hochgebirges konnten wederbeschrieben, noch genannt werden; es fehlten die Namen,sowohl für ihre Bestandllieile, als für die Verbindung der-selben. Den Granat führenden Glimmerschiefer oberhalb Airolo beschreibt Sch. als ein weissgrünes Felsgestein mit kohl-schwarzen Strichen und ungefüllt mit Granaten. Auf derBeise über den Gotthard werden die verschiedenen Artender Bergkryslalle einzeln beschrieben, vergebens sucht manaber nach einer Andeutung über das Multergestein, überdie Felsarl bei dem Hospiz, oder in der Schöllonen. Auchaus dem so oft besuchten Bunden werden nirgends Gebirgs-arlen angeführt.
Das grösste Verdienst erwarb sich Sch. um die Pa-läontologie, die zwar gleichzeitig auch in Luzern , imJura, in Basel eifrige Freunde und Sammler gefunden halle,mit denen Sch. in freundschaftlichem Verkehr stand. Finescharfe Unterscheidung und Bestimmung der fossilen Artenwar, nach dem damaligen Zustande der Wissenschaft, daman noch darüber stritt, ob die Petrefacten wirklich orga-nischen Körpern angehört haben, oder Naturspiele seien,
') Philos. Trans. 1727.