J. SCHEUCHZER.
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nicht zu erwarten; es war aber ein wichtiger Beitrag zurpaläontologischen Kenntniss unseres Landes, dass Sch. mehrereder reichsten Fundorte, wie Oeningen, Mägenwyl, Guppenund Matt in Glarus , die Aubrig in Schwyz , bekannt machteund gute Abbildungen der gesammelten Stücke herausgab.Eine kleine Arbeit über fossile Pflanzen, zu deneii damalsauch die Dendriten gezählt wurden, De dendritis, aliisquelapidibus, etc. erschien in den Acten der Acad. Nat. Cur.,1698. — Von grösserem Werth, durch gute Abbildungengeziert , ist das Specimen lilhographite Ildoeticm curiosat,1702. Es ist dem Grafen von Trautmannsdorf gewidmet, derdamals, als kais. Gesandter, sich in Baden aufhielt undVieles zur Aufmunterung naturhistorischer Studien scheintbeigetragen zu haben. In der Vorrede macht Sch. mit Rechtaufmerksam auf die Uebereinstimmung der Petrefacten derLageren und des Randen. Von den Nummuliten der Gebirgevon Schwyz gibt er gute Abbildungen. — Die kleine SchriftPiscium querelm et vindiciw , 1708, ist eine Verteidigungder fossilen Fische gegen diejenigen, die sie als Naturspielebetrachten und ihnen früheres Leben absprechen, und ent-hält Abbildungen der Fische von Oeningen, Glarus , Mansfeld und der Zähne von Mägenwyl. — Das Herbarium dilucia-num , 1709, mit 10 Tafeln, und in vermehrter Auflage1723, mit 14 Tafeln, ist eine Umarbeitung und Erweiterungder zuerst angeführten Schrift, Die guten Figuren gabenvorzüglich dieser Arbeit ihren Werth, obgleich allerdingsauch Dendriten, Coralleu und andere pflanzenähnliche DingeVorkommen und sogar vorzugsweise berücksichtigt werden.Die Mehrzahl schweizerischer Pflanzen stammt von Oenin-gen, einige aus Appenzell , Strätligen am Thunersee u. s.w.Ein Anhang über den Torf und die Steinkohlen empfiehltdieselben als Brennmaterial, und es fallen auch in dieseJahre die ersten von Zürich aus geleiteten Arbeiten bei