SCHEUCHZER’S ZEITGENOSSE?! IN ZCHICH.
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unter dem Kinfluss der äusseren Wärme, grössere- Expansiv-kraft gewinne.
Auch die Botanik fand ihre Freunde, die sich Pflanzen-gärten hielten, ln den Archiven der Physikalischen Gesell-schaft findet sich eine ausgebreitete Gorrespondenz desDr. J. Heinr. Lavater ans den Jahren 1701-1700 mitHotion in Leyden , Connnelyn in Amsterdam , Yiali in Padua ,Triomfetti in Bologna , Volkainer in Nürnberg , Yaillant inParis u. A. m., mit welchen er Samen und Pflanzen ans—getauscht hat 1 ).
Ein seiner Zeit viel verbreitetes und häufig benutztesBuch sind die Memorabitia Tigurina, oder Merkwürdig-keiten der Stadt und Landschaft Zürich , 1701, und inzweiter, stark vermehrter Ausgabe, 1711, 8", von
Hans Heinrich Bluntsehli (165G-1722) Artillerie-Hauptmann und später Grossrath. Das Werk gibt in alpha-betischer Ordnung eine kurze, beinah nur historisch gehalteneBeschreibung der einzelnen Orte des Landes und der wich-tigeren Gebäude der Stadt. Mehrere Artikel würde man kaumdarin suchen, z. B. Brünsten, eine chronologische Auf-zählung der grösseren Keuersbrunste, Bsuchungen, dasYerzeichniss der in Zürich festlich empfangenen Personen,Kette, die Aufzählung kalter Jahre, liegenbögen bei Mond-schein, G[alterschaflen, Gsandtschaften u. s. w. Die zweiteAusgabe ist mit kleinen Abbildungen vieler Ortschaften undGebäude illustrirt. — Nachdem beide Ausgaben vergriffenwaren, erschien 1742 eine dritte, in 4", stark vermehrt,mit einer Cantonskarle nach Scheuchzrr und Gyger, vonJoh. Balthasar Bullinger (1690-1704) Professor derSchweizergeschichte, der indess seinen Namen nicht bei-gesetzt hat. Eine 4. Ausgabe, ohne Abbildungen und Karte,