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DRITTKS BÜCH.
erschien 1780-1790, 2 Vol. 4°, von Anthonius Werd-müller von Elgg.
Es lässt sich hier anschliessen , als fruchtbarer Schrift-steller über Topographie, einheimische Geschichte, Theo-logie u. s. w. Job. Heinrich Tschudi (1670-1729).Er studirte in Zürich und Basel und wurde, nachdem er anverschiedenen Orten geistliche Aemter versehen hatte, Pfarrerin Schwanden. Mit unserem Gegenstände näher verwandt istseine Beschreibung des Landes Glarus , oder Glarner Chronik, IW, obgleich auch nur ein kleiner Theil derTopographie und Naturgeschichte, der Hauptinhalt der Ge-schichte gewidmet ist. Nach Behandlung der Grösse, Thäler,Gewässer, werden S Mineralwasser aufgezählt, von denennur das Wichlerbad und Niederurnenbad bekannter und be-nutzt sind. Als die höchsten Berge werden der Weiggis, derGlärnisch , der Schilt und der Tödi genannt, welcher uner-sleiglich und nach Einigen der höchste Berg in der Schweiz sein soll. Die Bearbeitung der Schiefer am Blattenberg beiMatt soll vor ungefähr 100 Jahren, also Anfangs des XVII.Jahrhunderts, begonnen, und um 1617 ein Schreiner ausSchlesien die Tafeln in Holz eingerahmt haben, der starkeVerkauf in's Ausland aber erst etwa um die Mitte desXVII. Jahrhunderts durch Hausirer von Enneda vermitteltworden sein. Früher wurde auf Guppenalp Eisen gegraben.Von der Sandalp wurden viele Cenlner Krystalle ausserLandes geführt. „ Hin und wieder, absonderlich auf demGlärnisch und Guppen, werden auch verschiedene Gallungenfigurirter Steine gefunden, mit deren Beschreibung aberNiemand, als nur den curiosen Naturforschern gedient ist“.Die Aufzählung der Pflanzen und Thiere bietet nichts Be-sonderes dar.