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Statistik der Schweiz , mehr in historischem als in naliir-wissenschaftlichein Interesse.
Joh. Conrad Fussli (1704-1775) war gehören zuüberwetzlar, wo sein Vater als Prediger anaestellt war.Nachdem er seinen Vater frühe verloren, machte er seinetheologischen Studien in Zürich , der Heimath seines Vaters,war dann mehrere Jahre thiitig als Privatlehrer und wurde1742 Pfarrer zu Veltheim bei Winterthur . Er war einer derfleissigsten historischen Schriftsteller und Sammler seinerZeit, Verfasser der Epitome historiie Hebelire antiqtue , alsBeigabe zu einer neuen, sehr guten Ausgabe von Simler’sHespubl. Hebet., 1731, der Beiträge zur Erläuterung derHeformationsgeschichte, 5 Yol. 1711-53, und anderer werth-voller Arbeiten. — ln seiner Gemeinde war er geachtet undeine Stutze der Dürftigen; seiner litterarischen Thäligkeitwird Streitlust und Mangel an Bescheidenheit vorgeworfen.
Joh. Conrad Kiisi (1727-1700) aus Zürich warPfarrer zu Helikon am Zürchersep, dann zu Flach am Rhein ,in der Nähe von SchafThausen. Nächst seinen später anzu-fuhreiucn Arbeiten schrieb er Abhandlungen über wichtigeBegebenheiten aus der alten und neuen Geschichte, 2 Yol.1761, ferner, in Menzels Geschichte, lieber den Ursprungdes Adels in Ober-Germanien und Hebelien, 1775, undandere historische Abhandlungen.
Nicht unerwähnt darf endlich unter den ZürcherischenGelehrten dieser Zeit bleiben
Joh. Jacob Leu (1089-1708), Bürgermeister vonZürich . Er hatte in Marburg studirt, nachher einige Tlieilevon Europa bereist und war, nach seiner Rückkehr, in denStaatsdienst getreten, in welchem er, 1759, bis zu derluchsten Stelle anslieg, Er war ein unermüdlicher Sammlerund hinterliess, nebst seinen iin Druck erschienenen Werken,eine fast beispiellose Menge von Manuscripten, meist histo-