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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES BUCH.

rischen Inhalts, deren Stoff ihm die Benutzung der Ziircher-schen und anderer Archive und eine starke Correspondenznach allen Theilen der Schweiz geliefert hatte. Uns nähersteht sein Allgemeines helvetisch-eidgenössisches Lexicon,17i7-l768, 20 Vol ., das besonders im biographischen Tlieileunserer Arbeit stark benutzt worden ist. Eine werthvolleZugabe erschien vom Apotheker Joh. Jacob Holz halb(1720-18U7) in 6 Supplementbänden. Das Lexicon von Leuhatte sich, wie E. v. Haller berichtet, keiner freundlichenAufnahme zu rühmen, man wollte besonders in den genea-logischen und biographischen Artikeln viele Irrlhumer ent-deckt haben; auch lobt Haller vorzugsweise die topogra-phischen Angaben. In unserer Zeit, die es mit ernsterenDingen, als mit Familieneitelkeiten und Stammbäumen zuthun hat, wird das grosse Sammelwerk von Jedem, der sichmit Untersuchungen über die Schweiz beschäftigt, mit Dankzu Rath gezogen werden.

Zu den berühmtesten Zürohern des vorigen Jahrhundertsgehörte

Joh. Georg Sulzer (1720-1777) von Winterthur .Das jüngste von 25 Kindern und schon im 14. Jahre elternloswurde er zum Geistlichen bestimmt und zu seiner Ausbil-dung nach Zürich geschickt. Neben den classischen Studienund der Wölfischen Philosophie, bildete er unter Bodmerund Breitinger sein ästhetisches Urtheil aus; mit Vorliebefolgte er auch dem Unterricht von Joh. Gessner in der Ma-thematik und Physik, und in den Nebenstunden beschäftigteer sich mit Reiselilteratur und Botanik, wozu auch die vonseinem Vater angeerbte Liebe zur Gartenkunst ihn hinzog.Neigung zum freien N'aturgeuuss und zu Zerstreuungenwurde seinen Fortschritten, besonders in früheren Zeiten,nachtheilig, und auch später war es ihm Bedurfniss, seineZeit zwischen den Studien und dem Leben in der Natur