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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
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Ersteigung des Grand Combin (Berg- und Gletscherfahr-ten, I, S. 114 ff.).

Sehen wir nun zu, welches die Summe der StuderschenLeistung ist. Um diese aber richtig zu schätzen, mussman auch die Hülfsmittel und die Arbeitsbedingungenseiner Zeit in Rechnung bringen. Es würde zu weitführen, wenn ich hier den ganzen Unterschied zwischeneiner Bergreise vor fünfzig, oder auch nur vor dreissigJahren, und einer heutigen auseinandersetzen wollte; abereinige Bemerkungen werden hinreichen, zu zeigen, wieungleich schwieriger es unsern Vorgängern wurde, dieAufgaben zu lösen, die sie sich in edlem Sinne selbstgesetzt hatten. Die Herren Ulrich und Studer hatten,um die steile Firnwand vom Adlerpass auf den Adler-gletscher hinunter zu steigen, nur einen kurzen Spitz-hammer zur Verfügung, und bei der Traversierung desverschneiten und zerklüfteten Glacier de la Vanoise inder Maurienne bedienten sich Studer und Weilenmanneiner klafterlangen Packschnur. Dass dies Verfahrennur für Leute ihres Schlages, ihrer Kenntnis und Vor-sicht erlaubt sei, entging ihnen dabei nicht, und sie thatenes, aus Mangel an Führern und Instrumenten, zum Zwecke,die topographisch wichtige Begehung überhaupt zu er-möglichen. Der entwickelten Mittel moderner Technikhat sich Studer später gerne bedient; nur den Pickel-stock, mit welchem jetzt auch die Salontiroler aufziehen,hat er unseres Wissens nie geführt. Den Mangel an ge-eigneten Karten ersetzte bei Studer oft der geniale Blickfür Örtlichkeit und Richtung, und die fehlenden Her-bergen entbehrte seine unglaublich genügsame Xaturunschwer. Köstlich in dem nicht gewollten Humor isteine Stelle aus seiner Besteigung der Grandes Roussesim Dauphine. Der Reisende hatte von der Höhe der