Buch 
I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
Seite
8
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rin so wenig aufdringlich ist, sehr im Gegensatz zu denSchriften anderer Koryphäen. Immer ist es ihm um dieSache, nie um seine Person zu thun. Das Nämliche zeigtsich auch in den kritischen Untersuchungen, die Studer,wiederum zu topographischen Zwecken, angestellt hatüber die ersten Ersteiger des Einsteraarhorns, den altenPass von Grindelwald nach Yiesch, den Übergang überden Geltengletscher von Lauenen nach Sitten u. a. Beialler Bestimmtheit und Wärme der Meinung tritt nir-gends Schärfe in der Polemik hervor, die in alpinenStreitfragen sich oft breit macht. Und wenn auch Studermanches in der modernen «Hochtouristik» entschiedenund streng missbilligte und daraus kein Hehl machte, sohat er doch nie schroff verurteilt oder gehässige Motiveuntergclegt.

Man muss aber nicht glauben, dass die geistigenInteressen Studers im Bergsteigen und dem, was ihmdazu gehörte, aufgegangen seien. Er hat mit Freundenoder mit seiner Frau wiederholt grosse Reisen nachHolland, England, Frankreich , in den Norden, nachÖsterreich und Italien gemacht.

Es ist selbstverständlich, dass ein solcher Mann An-erkennung finden musste, auch ohne sie zu suchen. Wenner zum Mitglied der Kartierungskommission und] derKommission für Rechtschreibung der Ortsnamen gewähltwurde, so hat damit der Staat seine Kenntnisse ebensosehr benutzen als ehren wollen. Studer war Ehrenmit-glied einer Reihe alpiner Vereine und geographischerGesellschaften. Ich nenne hier neben unserm S. A. C.nur den Alpine Club, weil derselbe zuerst den WertStuders in einer solchen Ernennung ausgesprochen hat.

Unter den geschilderten Arbeiten und Genüssenwaren Studer die Jahre des Mannes und des beginnenden