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I (1896) Nordalpen / Gottlieb Studer
Entstehung
Seite
273
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Um 2A Uhr wurde aufgebrochen. Rasch ging esdie steilen, nunmehr erweichten Schneehange gegen denWalliser Fiescherlirn hinunter, und man erreichte baldden oberen Rand des Firnbruchs, der sich aus dem lloch-llial zwischen den drei Fiescherhörnern zu dem grossenWalliserfirn hinunterstürzt. Nach Überwindung dermächtigen Schründe dieses Bruchs langte die Gesell-schaft um ö Uhr aut der Fläche des Walliser Fiescherlirnsan und eilte dem Rotloch *i zu; aber immer dichter wurdeder Nebel, immer finsterer der Abend. Man konnte dasRotloch nicht auflinden; todmüde, wie die Gesellschaftwar, lagerte sie sich am Fusse eines grossen Steines undbald loderte ein Feuer aus dem Holze der Leiter, dieman in Stücke geschlagen hatte. Als der Tag anbrach,erkannte man, dass die verfehlte Herberge nicht 200Schritte vom Bivouakplatz entfernt war. Man zog mitSack und Pack hinauf ins heimelige Rotloch und verliessdasselbe erst um 11 Uhr, um nach Fiesch hinunterzusteigen.

Von der Firnterrasse unterhalb des Fiescherjochsbis zur Tochhöhe und von dem Hochfirn zwischen denFiescherhörnern bis zum Walliser Fiescherlirn stimmtder Weg Fellenbergs im wesentlichen mit demjenigender HH. Leslie Stephen , Hardy u. s. w. über das Fie-scherjoch überein. Während aber die Gesellschaft von1862 vom Ober-Fismeer über einen steilen Hängegletscherzur Firnterrasse hinaufstieg, erreichte Fellenberg dieselbeüber einen Felskamm zwischen zwei Gletschern und ver-band mit dem Übergang über das Fiescherjoch die ersteBesteigung des Klein-Fiescherhorns.

*) Das Rotloch ist eine Felshühle am Fuss des Finsteraar-Rothorns,die, durch ein Miiuerchen abgeschlossen und mit etwas Heu versehen, vorder Erstellung der Clubhütte am Oberaarjoch (Sektion Biel S. .A.C.) 1883den Gletscherwanderern im Finsteraarhorngebiet Herberge bot.